IG Metall

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"Warum fahre ich am 29. Juni mit nach Berlin?"

"Toll, Berlin, als Arbeiterin, Arbeiter und Angestellte, sollten wir doch in dieser verrückten Zeit mit Familie Flagge zeigen, am besten die ganze Abteilung, ja alle Beschäftigten bei Daimler. Das wäre doch toll!!!" So leitet die aktuelle Ausgabe der Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen aller Daimler-Werke in Deutschland, "Die Stoßstange" einen Artikel zur großen IG-Metall-Demonstration ein, die am 29. Juni in Berlin stattfinden wird.¹

Aus Kollegenzeitung "Die Stoßstange"

Weiter schreiben die Kolleginnen und Kollegen: "Greta Thunberg, die junge Schwedin hat es gesagt: 'Es muss brennen, es muss wehtun'. Unser schöner Planet muss erhalten bleiben. Da habe ich ein Zitat von unserem Vordenker Karl Marx gelesen: "Selbst eine ganze Gesellschaft ist nicht Eigentümer der Erde. Sie ist nur ihr Nutznießer, und hat sie den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen.' Dafür gehe ich auf die Straße.

 

Natürlich brauchen wir Arbeit, jeder braucht Arbeit, das gehört zur Würde des Menschen. Was macht aber das Finanzkapital und seine Regierung? Sie zählen ihr Geld, das sie sich aus unserer Arbeitskraft angeeignet haben und spekulieren an den Börsen. Aktionäre werden reicher und das Finanzkapital auf der ganzen Welt bestimmt, wie wir leben, arbeiten und zu denken haben.

 

Ein Skandal nach dem anderen von den Autobossen: Abgasbetrug mit krimineller Energie. Nur um die Nummer eins in der Welt zu sein oder zu werden. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt. Das spüren wir täglich.Auf der Arbeit ständige 'Sparprogramme', im Gesundheitssystem, im Verkehr, bei der Rente usw.

 

Mit dem Begriff 'Transformation' - was auch immer das heißen mag, sollen 'wir gemeinsam umgestalten'. Nur wenn sie uns verkaufen und dabei ruhig halten wollen kommt das Wort 'WIR' bei ihnen vor. Ich bin aber in der IG Metall organisiert, weil wir wissen, dass unsere Lage nur durch Kampf verbessert werden kann.

 

Arbeitsplätze und Umweltschutz als Einheit ist im Sinne von Karl Marx und der arbeitenden Bevölkerung. Nur die kapitalistische Logik kann dies nicht unter einen Hut bringen. Ich trage Verantwortung, indem ich mich in der Gewerkschaft organisiert habe, für Solidarität in der Belegschaft eintrete, mich engagiere für die Bewegung der internationalen Automobilarbeiterkoordination 'Automobilarbeiter der Welt, überschreiten wir Grenzen und stärken wir die internationale Arbeitereinheit". Deshalb gehe ich mit meiner Familie und vielen Kolleginnen und Kollegen zur Kundgebung unserer IG Metall nach Berlin - toll!!!

 

Die MLPD hat ein Flugblatt zu dieser Demonstration herausgegeben. Hier geht es zum Flugblatt!