Chemnitz

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120 Antikriegsaktivisten sagen „Nein“ zu einem Krieg am Persischen Golf

Mit gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen mehr Menschen als erwartet zur Kundgebung der Chemnitzer Friedensgruppen gegen den drohenden neuen Krieg am Golf.

Korrespondenz aus Chemnitz

Die Rednerinnen und Redner hoben hervor, dass schon öfter die Weltbevölkerung bezüglich Kriegsgründen getäuscht und belogen wurde. Auch an den von den USA selbst inszenierten Zwischenfall im Golf von Tonking - der der offizielle Auslöser für den Vietnamkrieg war - wurde erinnert. Gefordert wurden Verbot und Vernichtung aller Atomwaffen, sowohl die der USA als auch die Nuklearwaffen Russlands und Israels.

 

Entscheidende Kraft gegen den Krieg ist der Friedenswille und -kampf der Arbeiter und der breiten Massen auf der Welt. Die Friedensbewegung muss unabhängig von allen imperialistischen und neuimperialistischen Mächten sein.

Diskussionsbedürfnis war groß

Angeprangert wurden die Waffenlieferungen aus Deutschland zur Unterstützung der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Krieg im Jemen. Es gab ein offenes Mikrophon auf antifaschistischer Grundlage. Fast alle blieben bis zum Ende, das Diskussionsbedürfnis war groß.

 

Die Chemnitzer Friedensgruppen kündigten an, sollte es zum „Tag X“ kommen, werden sie am nächsten Tag an derselben Stelle, dem Chemnitzer Neumarkt, eine Protestaktion veranstalten. Anlässlich des Weltfriedenstags, der auf Sonntag, 1. September, und damit den Tag der Landtagswahl in Sachsen fällt, wird am Vortag, 31. August, eine Antikriegsdemonstration stattfinden.