Solingen/Leverkusen

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Proteste am Klinikum gegen Outsourcing

Gestern Nachmittag, am 3. Juli, fanden vor dem Klinikum Solingen sowie in Leverkusen Protestaktionen statt.¹

Korrespondenz aus Solingen
Proteste am Klinikum gegen Outsourcing
Die protestierenden Kolleginnen und Kollegen vor dem Klinikum Solingen (rf-foto)

Die Kolleginnen und Kollegen protestierten sowohl am Klinikum Solingen als auch in Leverkusen gemeinsam mit ver.di gegen die Pläne zu einer gemeinsamen Holding. Darin sollen 1500 Kolleginnen und Kollegen in einer "Service-Gesellschaft" ausgegliedert werden. In Leverkusen sind sie das schon länger. Natürlich erhalten sie dort schlechtere Tarifbedingungen als im bisherigen ver.di-Tarifvertrag.

Solingen AKTIV als kommunalpolitische Kraft solidarisch

Die Belegschaften und ver.di wehren sich gegen dieses Outsourcing. Sie kämpfen gegen erwartete Verschlechterungen für Personal und Patienten, gegen eine Spaltung der Belegschaften. Das kommunale Wahlbündnis SOLINGEN AKTIV war als einzige kommunale Kraft sichtbar vertreten und verteilte einen Flyer. Darin hieß es:

 

"CDU und SPD halten das Konzept (der Holding - Anm. d.Red.) für eine 'solide Basis'! Aber für wen? Für die Beschäftigten sicher nicht – trotz himmelschreiendem Pflegenotstand, drohendem Niedriglohnbereich …! Warum werden eigentlich nicht die horrenden Gehälter der Chefärzte in Frage gestellt, warum nicht die Gewinne der Pharma- und Medizingeräteindustrie, warum nicht das ‚Fallpauschalensystem‘, das die Krankenhäuser und ihre Qualität regelrecht stranguliert?

 

SOLINGEN AKTIV ist nicht grundsätzlich gegen die Bündelung von Kräften und Ressourcen im Gesundheitsbereich. Wir begrüßen auch, dass derzeit nicht Privatisierungspläne im Vordergrund stehen. Aber wir sind entschieden dagegen, dass eine solche Fusion auf dem Rücken der Patienten und des Personals ausgetragen wird, das eh schon genug schultern muss. Das Gesundheitssystem sollte in erster Linie den Menschen dienen! Und nicht vor allem der Kostenminimierung und Profitmaximierung – gleichgültig, ob in städtischer Hand oder privat. SOLINGEN AKTIV fordert:

 

  • Sofortige Offenlegung aller Pläne!
  • Erhalt aller Arbeitsplätze und Tarifverträge!
  • Keine Auslagerung in Niedriglohnfirmen!
  • Keine Schließung wichtiger Abteilungen!"