Automobilindustrie

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Wir, organisiert in der IG Metall, sind eine Kraft, die stark, mächtig und bereit ist, zu kämpfen

Klaus-Jürgen Hampejs, ehemaliger Entwickler bei Daimler Sindelfingen und Pressesprecher der Internationalen Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen hat einen Gastkommentar für "Rote Fahne News" geschrieben, wofür sich die Redaktion sehr bedankt:

Gastkommentar von Klaus-Jürgen Hampejs

Trotz Hitze und langer Anreise im Zug bzw. Rückreise: Elf Stunden, waren wir Daimler-Automobiler in Berlin. Und es hat sich gelohnt, und es kann nur der Anfang sein. Auch mit Bussen kamen Kolleginnen und Kollegen von Untertürkheim und Bosch und so weiter... Wir erlebten: Wir sind keine Gegner oder Konkurrenten, wir sind Kolleginnen und Kollegen die kämpferisch, solidarisch für unsere Zukunft, die der Jugend und für diesen einen Planeten eintreten. Der Gegner ist das Kapital und sind zahlreiche Regierungen - vor allem die faschistischen Parteien und Gruppierungen.

 

Mächtig und mit diesem Gefühl fuhren wir nach Hause: Wir, organisiert in der IG Metall, sind eine Kraft, die stark mächtig und bereit ist zu kämpfen. Und: Vor allem die Jugend ist so toll. Die Kolleginnen und Kollegen der IAC (Internationalen Automobilarbeiterkonferenz) fanden überall Zuspruch, als wir unsere Flyer für den 2. Kongress im Februar 2020 in Südafrika, verteilten. Spenden in Höhe von 128,32 Euro kamen zusammen.

 

Es war ein tolles Ergebnis mit Kollegen von VW, BMW, Porsche, Bosch etc. gemeinsam zu demonstrieren. Viel Diskussionsbedarf besteht über die vom IG-Metall-Vorstand propagierte Politik der Transformation. Ist dies der richtige Kurs? Mit den Konzernbossen und der herrschenden Politik gemeinsam vorgehen, die tagtäglich, gegen uns Politik machen; die den Planeten für Profit ruinieren, Massenentlassungen durchziehen und selber Millionen einsacken? Sind diese Konzernchefs die richtigen Partner, um gemeinsam den Kapitalismus zu zähmen, den Planeten zu retten ?

 

Die IAC wirbt für den Kurs: Die Zeche zahlen nicht wir! Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeiter nehmen die Zukunft selber in die Hand! Die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. in Ost und West ist die Antwort auf die, von den Folgen der radikalen Änderungen in der Branche aufgeworfenen Fragen.

 

Auffällig und positiv war die große Zustimmung, dass Arbeit und Umwelt kein Widerspruch sind. Wohl meint die IAC: Umwelt und Arbeit stehen im grundlegenden Widerspruch zum Kapitalismus!

 

Mit diesen Eindrücken gehen wir wieder zu Arbeit, gestärkt und voller Optimismus. Berlin 29. Juni 2019 kann nur der Anfang sein.