Türkei

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Das Massaker vom 12. Juli 1991

Am 12. Juli 1991 ermordete der türkische Staat durch eine Kommandoaktion in Istanbul zehn mutmaßliche Mitglieder der revolutionären Devrimci Sol (Revolutionäre Linke) in Kooperation mit der CIA (USA).

Korrespondenz aus Augsburg
Das Massaker vom 12. Juli 1991
Die Getöteten (rf-foto)

Polizisten stürmten ihre Wohnungen und erschossen die Verdächtigen mit gezielten Schüssen. Die Behörden sprachen anschließend von Notwehr. Die Mörder wurden nicht verurteilt.

 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen der gezielten Tötung von fünf Menschen verurteilt. Ankara habe damit gegen das Grundrecht auf Schutz des Lebens verstoßen, befanden die Richter am 25. April 2006. Sie gaben damit den Hinterbliebenen der Märtyrer Recht.

 

"Am 12. Juli 1991 wurde das nackte Gesicht des Krieges sichtbar und wir registrierten, dass dies ein Krieg ohne Regeln ist und welch hohen Preis wir würden zahlen müssen," so Dursun Karataş, ein Vertreter von Devrimci Sol damals.