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Gewerkschaft UAW kämpft um die Zulassung bei VW Chattanooga

Bei VW Chattanooga, Tennessee in den USA fand vom 12. bis 14. Juni eine Abstimmung über die Zulassung der Gewerkschaft UAW in ihrem Werk statt. Das Werk ist das einzige VW-Werk in den USA.

Korrespondenz

Volkswagen möchte die Gewerkschaft aus dem Betrieb raushalten. Frank Fischer, VW-CEO in Chattanooga, hatte in Wolfsburg, Emden und Braunschweig gearbeitet und war 2008 zum Aufbau des Betriebs nach Chattanooga gekommen. Rückkehr nach Deutschland 2014. Jetzt, vor der Wahl, wurde er wieder in die USA geschickt. Er behauptet, das VW Werk in Chattanooga sei das „demokratischste“ der Welt, VW sei „neutral“ in der Frage der Gewerkschaft. Andererseits verbreitet das Management, wenn man für die Gewerkschaft stimme, würde das zur Schließung des Werkes führen. Er behauptete, UAW hätte Schuld, dass das VW Werk in Westmoreland, Pennsylvania 1988 geschlossen werden musste. Das war das erste Werk eines großen ausländischen Autokonzerns in den USA und produzierte den "Golf" und den "Rabbit".

Massives gewerkschaftsfeindliches Verhalten der Geschäftsleitung

In den Wochen vor der Abstimmung über die Gewerkschaft verteilte die Geschäftsleitung T-shirts „One Team: I am Volkswagen“. Arbeiterinnen und Arbeiter wurden verpflichtet an Werksversammlungen teilzunehmen auf denen gegen die Gewerkschaft polemisiert wurde. Man nennt das in den USA „Captive-audience meeting“ (Treffen mit gefangenen Zuhörern) Sie erhielten kostenlose Hühner-Sandwiches und eine Anti-Gewerkschaft Trinkflasche. Gewerkschaftsmitglieder die Gewerkschaftsaufkleber trugen oder Literatur verteilten wurden schikaniert. Schon anlässlich der Abstimmung 2014 hatte VW eine Rechtsanwaltskanzlei angeheuert, die für ihre „union-busting“ (Gewerkschaftsverhinderung oder – Zerschlagung) bekannt ist.

 

93 Prozent der 1709 Arbeiter nahmen an der derart manipulierten Abstimmung teil. Die Gewerkschaft UAW unterlag knapp mit 833 zu 776. Das war ein kleiner Fortschritt gegenüber einer ähnlichen Abstimmung 2014, als es 712 zu 626 ausging. Der UAW und den Arbeiterinnen und Arbeitern, die gegen das gewerkschaftsfeindliche Management kämpfen, gehört die volle Unterstützung.