Lübeck

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Herzliche Begrüßung nach dem Hungerstreik in Straßburg

Etwa 250 Kurdinnen und Kurden waren am 23. Juni in den „Schuppen 6“ in Lübeck gekommen, um den Lübecker Agit und Yüksel Koc, den Ko-Vorsitzenden des europaweiten kurdischen Dachverbandes KCDK-E (Demokratischer Gesellschaftskongress der Kurd*innen) herzlich zu begrüßen.

Korrespondenz aus Lübeck

Sie hatten an dem über 200 Tage dauernden Hungerstreik in Straßburg teilgenommen und dazu beigetragen, dass die absolute Kontaktsperre für Abdullah Öcalan von der türkischen Regierung aufgehoben wurde.

 

Yüksel Koc ergriff das Wort und stellte den Erfolg heraus, der durch die breiten Proteste, unter anderem mit insgesamt 7000 Kurdinnen und Kurden, die auch in der Türkei in den Hungerstreik getreten waren, und eine breite Solidarität erreicht wurde.

 

Ein Vertreter der MLPD, die als einzige deutsche Organisation vertreten war, ergriff das Wort: „Im Kampf gegen die Jahrhunderte lange Unterdrückung des kurdischen Volkes hat sein Freiheitskampf sehr mutige und konsequente Kämpfer hervorgebracht. Sie haben gegen den IS gesiegt und haben sich gegen den türkischen Faschismus erhoben.“ Er griff die deutsche Regierung für ihre Unterstützung des Faschisten Erdoğan an. Sie diffamiert den kurdischen Freiheitskampf als terroristisch, genauso wie die EU Marx und Lenin als „Urheber des Terrorismus“ bezeichnet. Beifall kam bei den Worten: „Freiheitskampf ist kein Terrorismus! Wer hat denn die êzidischen Kurden vor fünf Jahren im Sindschar-Gebirge vom IS befreit? Das waren nicht die 12.000 irakischen Peschmerga, die keinen Schuss abgaben, sondern PKK und PYD.“ Und er versicherte, „dass die ICOR im Falle eines Angriffes Erdogans auf Rojava die weltweite Solidarität organisieren wird.“ Zum Schluss riefen alle „Hoch die internationale Solidarität!“

 

Yüksel Koc ließ Grüße an Monika Gärtner-Engel, die Hauptkoordinatorin der ICOR¹ ausrichten.