Ernst-Thälmann-Gedenkveranstaltung

Ernst-Thälmann-Gedenkveranstaltung

Protest gegen angedrohtes Verbot wächst

Der Protest gegen das angedrohte Verbot der Ernst-Thälmann-Gedenkveranstaltung in Buchenwald wächst.

Protest gegen angedrohtes Verbot wächst
Ernst Thälmann während des Wahlkampfs zur Reichspräsidentenwahl 1932 (foto: Bundesarchiv (CC BY-SA 3.0 de))

Rote Fahne News berichtete über den Exzess des modernen Antikommunismus.

 

Maritte Friedrich schrieb an die Gedenkstätten-Verwaltung: "Sehr geehrte Damen und Herren, wie ich erfahren habe, verbieten Sie dem Internationalistischen Bündnis die Gedenkveranstaltung am Ort der Ermordung von Ernst Thälmann. Das ist ein ungeheuerlicher Akt. An einer antifaschistischen Gedenkstätte, in der der Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands auf Anweisung Hitlers durch Faschisten ermordet wurde, das Gedenken und die Trauer zu verbieten. Es war das internationale Lagerkomitee unter Leitung der Kommunisten, welches die Selbstbefreiung aus dieser Barbarei organisierte und durchführte. Sie waren die mutigsten und entschlossensten Kämpfer gegen den Faschismus. Auf wessen Anweisung Sie auch immer agieren, die Geschichte der kommunistischen Bewegung und die Lehren aus dem finstersten Kapitel deutscher Geschichte sind nicht in Vergessenheit. Sie zu leugnen oder totzuschweigen bedeutet Geschichtsfälschung im Interesse der bürgerlichen Erziehung.

 

Mein Großvater war selbst als Kommunist im KZ Dachau und er hat mir seine Erfahrungen weitergegeben. Darauf bin ich stolz: dass ich dem modernen Antikommunismus und dem Ziel, welches dahinter steht, den kommunistischen Widerstand auszublenden, niemals glauben werde.

 

Sie werden es nicht schaffen, die wahre Geschichte zu vertuschen und umzuschreiben. Schade, dass an einem so historischen Ort soviel authentische Anschauung, wie sie zu DDR-Zeiten vorhanden war, verändert wurde. Auch das hat Gründe, warum die Jugend vieles nicht erfahren darf. Ich bin auch stolz, dass es trotz des heutigen Schul- und Bildungssystems noch junge Menschen schaffen, der geschichtlichen Wahrheit auf den Grund zu kommen. Aus der Geschichte zu lernen, ist wichtig … warum wurden und werden Kommunisten isoliert, verfolgt und schikaniert? Warum wurden und werden ihre Anschauungen diskreditiert und verunglimpft? Es ist kein Verbrechen, für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und räuberische Kriege einzutreten. Es ist kein Verbrechen, sich konsequent mit den Unterdrückten und Ausgebeuteten weltweit zu solidarisieren. Es ist ein Zeichen höchster menschlicher Moral und Ehre. Sowohl damals als auch heute.

 

Meinungsfreiheit gibt es ja offiziell noch. Auch wenn heute der Verfassungsschutz fortschrittliche Menschen ausspioniert. Dass sie noch da sind, zeigt, dass der geschichtliche Fortschritt trotz aller zur Verfügung stehenden Methoden der Manipulation nicht totzukriegen ist.

 

Getreu dem Schwur der Häftlinge von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder räuberischer Krieg gegen fremde Völker!

 

Ich hoffe, dass die Leitung der Gedenkstätte Mut und Anstand beweist und im Interesse der Jugend dem Druck des bürgerlichen Antifaschismus und dem modernen Antikommunismus nicht nachgibt.