Antifaschismus

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3000 Leute demonstrieren gegen die „Identitäre Bewegung“

Bis zu 3000 Leute waren gegen den Versuch eines Aufmarsches von rund 200 Faschisten der „Identitären Bewegung“ (IB) am 20. Juli in Halle an der Saale auf der Straße. Aufgerufen hatte das Bündnis „Halle gegen Rechts“.

Korrespondenz aus Halle an der Saale
3000 Leute demonstrieren gegen die „Identitäre Bewegung“
(foto: Jugendverband REBELL)

Die „IB“ betreiben seit 2017 in Halle ein Hausprojekt. Trotzdem ist sie isoliert und ihre als „jung, akademisch und hip“ getarnte Ideologie ist allgemein als offen rassistisch bekannt.

 

Demonstrationen, Kundgebungen und ein „Bürgerfest für Demokratie“ von der Uni und der Stadt sorgten dafür, dass die teils aus ganz Europa angereisten "Identitären" ihre geplante Demoroute vergessen konnten. Das faschistische Hausprojekt war von Blockaden geradezu umstellt. Von dort sollte nämlich die verkürzte „IB“-Demo starten. Mit dabei waren auch Leute einer Anwohner-Initiative, die klar Flagge gegen die faschistischen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft zeigt.

 

Mittendrin bei der Blockade am Haus waren auch der Jugendverband REBELL, die MLPD und Freunde von uns – von Christ bis Marxist-Leninist waren wir gemeinsam auf der Straße. Der REBELL warb für das Sommercamp, sammelte Spenden und fand in vielen Gesprächen über organisierten und revolutionären Antifaschismus offene Ohren. Viele neue Kontakte wurden geknüpft.

 

In den Gesprächen klärten wir auch über die „Antideutschen“ bei „Halle gegen Rechts“ auf, die sich an unserer Rebell-Fahne vergriffen, inhaltsleer „Das ist Konsens!“ schrien und nicht beantworten konnten, was der „Konsens“ sei - und von wem er warum beschlossen wurde.

 

So ein Demokratieverständnis wird in Halle jetzt weiter diskutiert werden. Zudem werden wir überlegen, ob die Polizei daran erinnert werden muss, welche Rechte und Pflichten Veranstalter haben. Die Polizisten wussten es heute einfach nicht besser oder haben eiskalt gelogen, als sie beim Ausschluss von der Demonstration halfen. Wirklich klären wollten sie die Angelegenheit aber nicht. Sie verschwanden sehr rasch, als man nach dem Dienstausweis fragte – anstatt ihn zu zeigen, wie es ihre Pflicht wäre.