Rojava

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MLPD gratuliert zum 7. Jahrestag der demokratischen Revolution

Die MLPD hat vor kurzem eine Erklärung veröffentlicht, in der sie zum 7. Jahrestag der demokratischen Revolution in Rojava gratuliert. Sie fordert die sofortige Anerkennung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien durch die deutsche Bundesregierung. Außerdem erinnert sie daran, dass Kobanê der Ausgangspunkt der Revolution gewesen ist.

Zentralkomitee der MLPD
MLPD gratuliert zum 7. Jahrestag der demokratischen Revolution
Einheiten von YPG und YPJ (foto: ANF)

In der Nacht vom 18. zum 19. Juli 2012, um ein Uhr, begann die Bevölkerung Kobanês unter Führung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) zeitgleich, nach genauem Plan, alle staatlichen Institutionen einzunehmen. Sie entwaffnete die Soldaten der Assad-Armee. Von Kobanê weitete sich die demokratische Revolution dann auf alle Städte Rojavas aus. Eine wesentliche Voraussetzung war die Gründung der Partei der Demokratischen Union (PYD) im Jahr 2003.

 

Die MLPD gratuliert den Menschen in der heutigen Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien (DFNS), den Volksbefreiungseinheiten (YPG), den Frauenverteidigungseinheiten (YPJ), der Partei der Demokratischen Union (PYD), und allen weiteren beteiligten Kräften und Parteien zu diesem bedeutendem Erfolg.

 

Erkämpft wurden mittlerweile ein befreites Gebiet von der Größe eines Drittels Syriens und der Aufbau einer demokratischen Selbstverwaltung, ein gleichberechtigtes Leben vieler Ethnien, wie Kurden, Araber, Aramäer, Survoye und andere, wichtige Erfolge im Kampf um die Befreiung der Frau, ein fortschrittliches Asylrecht und wichtige Errungenschaften in der Wahrung der Einheit von Mensch und Natur. Das alles ist im Gesellschaftsvertrag dokumentiert.

 

Es wurde eine gewachsene Zusammenarbeit mit der internationalen Arbeiter- und revolutionären Bewegung aufgebaut. Und nicht zu vergessen, der weltweit bedeutende Sieg gegen den faschistischen IS, zunächst in Kobanê, anschließend in immer mehr Gebieten. YPG und YPJ mit den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) sind die Hauptkraft im Kampf gegen den IS.

 

Die Bevölkerung ist im Kampf hoch organisiert und gegen die Androhung einer weiteren Invasion der Türkei allseitig mobilisiert. Täglich finden Demonstrationen an der Grenze statt.

Sofortige Anerkennung der Demokratischen Konföderation Nord- und Ostsyrien!

Von Beginn an hat die MLPD die demokratische Revolution nach Kräften unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung Kobanês hat sie sich an den Internationalen Brigaden der ICOR¹ beteiligt, die mit 177 Brigadistinnen und Brigadisten aus zehn Ländern ein Gesundheitszentrum erbaut, medizinische Geräte und Medikamente und 8 Tonnen Werkzeug geliefert haben. Heute unterstützt sie die laufende Spendensammlung für die Fotovoltaikanlage des Gesundheitszentrums, die aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den letzten Jahren erweitert werden soll. Die MLPD fordert die sofortige Anerkennung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien, was dieser von allen imperialistischen Staaten verweigert wird.

Gegen jegliche Einmischung, Besatzung und Truppen imperialistischer Länder!

Die demokratische Revolution ist allen Imperialisten ein Greuel. Die taktische Zusammenarbeit des US-Imperialismus dient ausschließlich seinen eigenen Machtinteressen. Der US-Sonderbeautragte für Syrien J. Jeffrey hat die BRD und weitere westliche imperialistische NATO-Länder aktuell aufgefordert, auch mit Bodentruppen in Syrien einzugreifen. (siehe Rote Fahne News!) Das ist eine Reaktion des US-Imperialismus auf seine Sackgasse, in die er geraten ist. Er hat den IS mitaufgebaut - zum Kampf gegen Assad und gegen den Einfluss des russischen Imperialismus. Daher der Versuch, weitere westliche Imperialisten hineinzuziehen.

 

Die SPD versucht sich mit einem Veto gegen den Einsatz von Bodentruppen als Friedenskraft darzustellen, mit dem Tornado-Einsatz der Bundesluftwaffe hat sie allerdings, wie auch die CDU, keine Probleme. Ebenso haben sie keine Probleme mit der Verweigerung der Anerkennung der Demokratischen Konföderation, oder der Weigerung, IS-Kämpfer nach Deutschland zu holen und zu verurteilen. Ihr Problem ist der Friedenswillens der breiten Massen in Deutschland.

 

Die MLPD lehnt auch jegliche Ambition der Errichtung eines Korridors entlang der Grenze der Türkei innerhalb der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien ab, ob durch den türkischen Imperialismus oder durch NATO-Kräfte. Die weltweite Arbeiter- und revolutionäre Bewegung ist herausgefordert, den Protest hiergegen zu organisieren. Ebenso muss die Zusammenarbeit der kurdischen Bewegung mit der weltweiten Arbeiter- und revolutionären Bewegung weiterentwickelt werden. Die ICOR berät dazu gegenwärtig den Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront. Eine Mitarbeit der kurdischen Bewegung wäre ein wichtiger Schritt.

 

Die Perspektive der demokratischen Konföderation liegt im Weitergehen zur sozialistischen Revolution und im gemeinsamen Kampf für die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt, im Vertrauen auf die eigene Kraft gegen jegliche Einflussnahme imperialistischer Kräfte.

Völkerrechtliche Anerkennung der Demokratischen Konföderation Nord- und Ostsyrien!

Sofortiger Abzug der türkischen Truppen aus Efrin!

Für Frieden, Freiheit und Sozialismus!

Hoch die internationale Solidarität!