Buchenwald

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Bedeutender Erfolg für Ernst-Thälmann-Veranstaltung

Die Thüringer Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses teilt mit: Ein Verbot der am 17. August geplanten Gedenkveranstaltung für Ernst Thälmann durch den Buchenwalder Stiftungsrat ist nicht rechtmäßig!

Von Thüringer Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses
Bedeutender Erfolg für Ernst-Thälmann-Veranstaltung
Gedenkstätte Buchenwald - hier eine frühere Gedenkfeier von REBELL und MLPD (rf-foto)

Das Verwaltungsgericht Weimar bestätigte, dass die Stiftung nicht berechtigt ist, die Gedenkfeier zu verbieten. Vorher hatten  hunderte Menschen durch ihre Unterschrift und durch Protestschreiben an den Stiftungsrat gefordert: Ein Verbot des Gedenkens an die Ermordung des früheren Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands durch ein breites Bündnis aus MLPD, weiteren Revolutionären, Antifaschisten, Internationalisten und Demokraten ist ein No-Go. Dem musste offensiv und selbstbewusst entgegengetreten werden (mehr dazu).

Wichtiger Etappensieg

Die Antwort des Gerichts ist ein wichtiger Etappensieg. Das Gericht wies darauf hin, dass die Gedenkveranstaltung eine Versammlung im Sinne des Versammlungsgesetzes ist und nur nach den dortigen Kriterien behandelt werden darf. Entsprechend wurde die Gedenkveranstaltung heute umgehend bei der Versammlungsbehörde angemeldet.

 

Tassilo Timm, Sprecher des Internationalistischen Bündnisses Thüringen und Landesvorsitzender der MLPD Thüringen, hatte in einem gemeinsamen Offenen Brief mit Klaus Dimler, Mitinitiator der Gedenkveranstaltung sowie Sohn von Kurt Dimler, einem Thälmann-Kommunisten und Überlebenden des KZ Buchenwald, geschrieben:

"Exzess des Antikommunismus"

"Dass sich eine Stiftung öffentlichen Rechts erdreistet, das Gedenken an die Ermordung Ernst Thälmanns durch die Hitler-Faschisten zu verbieten, mit dem 'Hausrecht' zu drohen und jedem, der Mitglied oder Anhänger der MLPD ist, damit zu drohen, den 'Zutritt zur Gedenkstätte zu verwehren' (alles Originalzitate aus Ihrem Brief), ist ein Exzess des Antikommunismus und des bürgerlichen Antifaschismus. So etwas haben wir offen gestanden noch nicht erlebt.

 

Gerade Ihnen müsste bekannt sein, dass es die Kommunisten waren, die den höchsten Blutzoll im Widerstand gegen den Hitler-Faschismus erbrachten. Und es war Ernst Thälmann, der den antifaschistischen Widerstandswillen repräsentierte und der auf persönlichen Befehl Hitlers in Buchenwald ermordet wurde. Auch heute stehen Kommunisten und Internationalisten an vorderster Front im Kampf gegen Faschismus und Rassismus!

 

Wer das Gedenken an Thälmann verhindern will, der verlässt jeden ehrlichen antifaschistischen Konsens. Er folgt der Leitlinie des bürgerlichen Antifaschismus, der Kommunismus und Faschismus demagogisch gleichsetzt und damit eine Geschichtslüge größten Ausmaßes und großer Gefährlichkeit verbreitet. Sie ist nur geeignet, den antifaschistischen Widerstand damals und heute zu verunglimpfen, den Faschismus zu verharmlosen und den so dringenden Kampf gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen und der bürgerlichen Parteien, besonders mit dem Aufkommen der AfD und anderer faschistoider und faschistischer Kräfte, zu schwächen." (mehr dazu)

Bereits 25 weitere Organisationen als Unterstützer

Inzwischen haben sich neben dem Internationalistischen Bündnis als Hauptveranstalter 25 weitere Organisationen als Unterstützer gemeldet. In Kürze wird der Flyer veröffentlicht.

 

Vielen Dank an dieser Stelle an alle für die Solidarität. Wir freuen uns auf eine würdige gemeinsame Gedenk- und Mahnveranstaltung zum 75. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns am 17. August um 12 Uhr am Glockenturm in Buchenwald.