Antifaschismus

Antifaschismus

Keinen Fußbreit faschistischen Umtrieben im Betrieb!

Die faschistoide Betriebsrats-Gruppe „Zentrum Automobil“¹ bei Daimler Untertürkheim hat eine Schein-Dokumentation auf "Youtube" veröffentlicht.

Von Kreisleitung Stutgart-Sindelfingen der MLPD

Der Film „Der Vertrauensmann“ zielt auf die Zerschlagung der Gewerkschaft IG Metall. Die Leute von „Zentrum“ stellen zwei Kollegen als Opfer dar, denen sie im Kampf gegen ihre fristlose Kündigung helfen wollen. Ihnen wurde berechtigt gekündigt, weil sie Whats-App-Nachrichten faschistischen Inhalts verschickt haben.

 

Viele Kolleginnen und Kollegen kritisieren zurecht, dass der Clip die IG Metall und alle Vertrauensleute verächtlich macht. Es gibt aber einen weiteren, vielleicht genauso wichtigen Aspekt: „Zentrum“ verharmlost und tarnt die faschistischen Ansichten.

Faschistische Hetze über Whats-App verbreitet

Dabei gehen sie so vor, dass sie im Clip behaupten, dass ein türkisch-stämmiger Vertrauensmann sie nur deshalb angezeigt hätte, weil er faul sei. Die Whats-App-Nachrichten mit „ein paar harmlosen Bildchen“ hätte dieser gar angefordert.

 

Tatsächlich aber wird in diesen Nachrichten zum Völkermord aufgerufen, indem ein Maschinengewehr aus dem 2. Weltkrieg gezeigt wird, mit der Unterschrift, dass dieses bis zu 1.400 Asylverfahren pro Minute erledigen könne. Des weiteren waren es Bilder und Texte, zum Beispiel mit Hakenkreuzen, die den Faschismus verherrlichen.

Kein Wort zur Entlassung der Leiharbeiter

Der Clip entspricht der Methode von „Zentrum“ im Betrieb. Scheinbar kümmern sie sich da um ein paar Kollegen, denen „Unrecht“ getan wird. In der Regel sind das auch konkrete Probleme. Gar nicht so harmlos ist aber das Ziel der faschistischen „Zentrum“-Führer wie Oliver Hilburger.

 

Es ist die menschenverachtende Politik der Unterdrückung von Völkern und allem, was tatsächlich gegen die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals gerichtet ist. Verbal geben sie sich als Kritiker eines korrupten Systems. Dabei meinen sie aber die IG Metall. Kein Wort hört man dagegen von „Zentrum“ zur Entlassung Tausender Leiharbeiter oder der Aufspaltung des Konzerns.

Hetze gegen MLPD kein Zufall

Nicht umsonst werden im Clip Fahnen der MLPD gezeigt. Die MLPD als revolutionäre, konsequent antifaschistische Kraft hat das faschistoide „Zentrum“ besonders im Visier. Denn diese Kräfte sind Wegbereiter der brutalsten Form der Unterdrückung der Arbeiterklasse, des Faschismus. Genau das kommt in den „harmlosen Bildchen“ zum Ausdruck.

 

Wir Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte dürfen solche faschistoiden und faschistischen Umtriebe nicht dulden. Es ist richtig, dafür zu kämpfen, dass durch die Personalabteilung Maßnahmen bis zur Kündigung bei Verbreitung von faschistischem Gedankengut verhängt werden.

Drahtzieher Hilburger muss ebenfalls gekündigt werden

Zwei Kollegen wurden gekündigt, aber dem Drahtzieher Hilburger gewährt Daimler Spielraum, vielleicht wird er ja eines Tages noch brauchbar für das Management? Tatsächlich unterstützt und vertuscht Hilburger mit dem Film aber die faschistische Volksverhetzung. Deswegen muss in dieser Situation auch seine Entlassung gefordert werden: Keine Faschisten im Betrieb!

 

 
Hier geht es zur Sendung ARD Report Mainz von gestern. Der Beitrag beginnt etwa ab Minute acht.

 

¹ Mehr zu "Zentrum Automobile" gibt es hier!