Firma Eisenmann

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Autozulieferer stellt Insolvenzantrag

Am Montag, den 29. Juli 2019, hat die Firma Eisenmann mit Sitz in Böblingen einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahren beim Amtsgericht in Stuttgart gestellt.

Korrespondenz aus Böblingen

Betroffen sind davon über 3.000 Beschäftigte in weltweit 27 Standorten. Anfang des Jahres hatte die Geschäftsleitung ein Programm zur strategischen Neuausrichtung aufgelegt. Um dieses zu beschleunigen, wurde jetzt das Insolvenzverfahren beantragt, so die Geschäftsleitung. Die Kolleginnen und Kollegen wurden bislang nur über die Presse zu den Vorgängen informiert.

 

Der Betriebsrat hat sich gegenüber den Kolleginnen und Kollegen noch nicht dazu geäußert, obwohl der Betriebsratsvorsitzende Helmut Wick seit Monaten schon Gespräche mit der Geschäftsleitung führte. Die Bild-Zeitung beruhigt die Kolleginnen und Kollegen, es würde zu keiner Abwicklung kommen. Doch laut anderer Zeitungsberichte habe die Akquise und die Abwicklung diverser Großprojekte im Jahr 2018 zu einem hohen Jahresverlust geführt.

Noch keine Gehälter bezahlt

Unter den Kolleginnen und Kollegen gibt es Gerüchte, dass Porsche bei einem Großauftrag Nachforderungen von 50 Millionen Euro gestellt habe. Ursprünglich wurde von einer Nachforderung von 20 Millionen Euro ausgegangen, das haben die Banken jedoch nicht mitgetragen und verlangten eine Insolvenz.

 

Derzeit sind noch keine Gehälter bezahlt und Material wird nicht geliefert. Manche Abteilungen können nicht arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen müssen und können erkämpfen, dass keine Abwälzung der Krisenlasten auf die Belegschaft erfolgt.