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Sommerkongress von Fridays for Future im vollen Gange

Seit gestern, 1. August, ist im Dortmunder Revierpark Wischlingen der Fridays-for-Future-Sommerkongress im Gange. Etwa 1.500 - vor allem junge - Leute aus ganz Deutschland treffen sich dort, um sich auszutauschen, zu lernen und sich für ihren Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe zu rüsten.

Korrespondenz aus Dortmund
Sommerkongress von Fridays for Future im vollen Gange
Mit dem REBELL-Magazin beim Fridays-for-Future-Sommerkongress (rf-foto)

Der Kongress ist liebevoll und selbstorganisiert. Wieder einmal beweist die Jugend, wozu sie in in der Lage ist, wenn sie überzeugt ist, wofür es sich zu kämpfen lohnt. So ist der Leiter des „Logistikteams“ gerade mal 17 Jahre alt.

 

Eine Riesenauswahl an Workshops macht es schwer, sich zu entscheiden, woran man letztendlich teilnimmt. Und diese Bandbreite zeigt auch das Spektrum der zu klärenden Fragen.

"Wie weiter mit FFF?"

Eine davon ist: „Wie weiter mit FFF?“ Da werden Fragen behandelt wie: An wen richtet sich der Protest? Wie wird er wirksam geführt? Die antikapitalistischen Standpunkte waren hier gefragt, aber auch umstritten.

 

Das Buch „Katastrophenalarm? Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ stieß auf Interesse. Parteiprogramme, Rote Fahne Magazine und mindestens 300 Flugblätter des REBELL-Magazins mit dem Titel „FFF - wie geht’s weiter?“ wurden verteilt.

Stimmungsmache gegen Kapitalismuskritik

Es fand auch schon ein Treffen der antikapitalistischen Plattform statt, auf dem von verschiedenen Leuten berichtet wurde, dass und wie zum Teil aggressiv versucht wird, die Kapitalismuskritik aus der Bewegung herauszuhalten.

 

Auch unser Info-Einsatz wurde vom „Orga-Team“ aus antikommunistischen Gründen zu verhindern versucht. Erfolglos! Die Jugend solle sich in einem „politikfreien Raum“ selbst orientieren. Dies ist eine wichtige Frage, die in der Bewegung geklärt werden muss.

 

Eine REBELL-Fahne wurde geklaut, musste nach Protesten aber wieder herausgegeben werden. Etliche von der Linkspartei meinten: "Wir finden das auch nicht richtig, halten uns aber daran.“ Das haben wir kritisiert. Es geht hier um eine grundsätzliche Frage.

„Ich finde gut und richtig, dass ihr hier seid!“

Von einem Jugendlichen der DKP Stralsund gab es „Rückendeckung“ für uns: „Ich finde gut und richtig, dass ihr hier seid!“ Eine Teilnehmerin suchte gezielt das Gespräch mit uns, um sich ein eigenes Bild zu machen, weil in ihrer Ortsgruppe über MLPD-Mitglieder hergezogen wird. Dieses Beispiel zeigt: Schritt für Schritt ist an der Richtung und der Einheit im Umweltkampf zu arbeiten.

 

Mit der FFF-Demo in der Dortmunder City, weiteren Workshops am gestrigen und heutigen Tag, sowie einem schönen Rahmen- und Abendprogramm gibt es viel Gelegenheit dazu. Schaut vorbei und macht mit, diskutiert aktiv, es lohnt sich.