Mahle Stuttgart

Mahle Stuttgart

Über 2.000 Kolleginnen und Kollegen bei IG-Metall-Demo

Trotz sengender Hitze machte sich am 25. Juli um 13 Uhr ein beeindruckender Demonstrationszug vom Cannstatter Wasen durch Bad Canstatt in Richtung der Mahle-Hauptverwaltung auf den Weg.

Korrespondenz aus Stuttgart
Über 2.000 Kolleginnen und Kollegen bei IG-Metall-Demo
Solidarische Daimler-Kolleginnen und -Kollegen (Foto: RF)

Die Mahle-Belegschaften aus den Werken der Region, aus Stuttgart sowie viele kleinere Delegationen sich solidarisierender Belegschaften der Autoindustrie waren gekommen und demonstrierten lautstark und kämpferisch. Es geht akut um die geplante Schließung des Werks in Öhrigen mit 240 Beschäftigten und den Abbau von 380 Arbeitsplätzen im Werk Stuttgart (Rote Fahne News berichtete).

 

Es wurde aber auch deutlich, dass dies nur der Beginn einer Welle von Schließungen, Verlagerungen und Entlassungen in der Autoindustrie und bei den Autozulieferern ist. Mit besonderem Applaus wurde auf der Kundgebung die Delegation aus Portugal empfangen, die deutlich machte, dass heute jeder Kampf auch international geführt werden muss.

Zustimmung für 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

In diesem Sinne konnten wir interessierten Kolleginnen und Kollegen auch die Internationale Automobilarbeiterkonferenz vorstellen, Buttons verbreiten und Spenden sammeln. Unser Transparent zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich fand viel Zustimmung.

 

Der Bezirksvorsitzende der IG Metall, Roman Zitzelsberger, verbreitete dagegen in seiner Rede die Illusion des „Fairwandels“. Das soll suggerieren, dass Kapitalisten sowie Arbeiterinnen und Arbeiter einvernehmlich und „fair“ durch die Krise kommen könnten. Tatsächlich braucht es einen entschiedenen Kampf gegen die gnadenlose Durchsetzung der Profitinteressen auf unserem Rücken, heute mehr denn je verbunden mit dem Kampf zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft.