Ernst-Thälmann-Veranstaltung

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Viel Interesse und Solidarität gegen das Verbot

Dass das Verwaltungsgericht Weimar gestern, am 30. Juli, das Verbot der Gedenkveranstaltung des Internationalistischen Bündnisses am 17. August in der Gedenkstätte KZ Buchenwald durch die Stiftungsdirektion gekippt hat, ist gut und richtig.

Korrespondenz aus Jena
Viel Interesse und Solidarität gegen das Verbot
Ernst Thälmann

Wir haben in den letzten Tagen das Flugblatt mit Offenem Brief vor der Bibliothek der Friedrich-Schiller-Universität verteilt. 86 Flugblätter sind zusammen mit der Einladung zum Doppel-Event am 17. August vor dem Carl-Zeiss-Werk in Jena weggegangen. Allein 30 Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von uns haben die Unterschriftenaktion gegen das Verbot unterzeichnet – genauso wie bisher 32 Studentinnen und Studenten.

 

Wichtige Gründe waren: Sympathie für uns Kommunisten: „Kommunisten das Gedenken an Kommunisten zu verbieten, geht gar nicht“. Außerdem gab es Zustimmung dafür, dass wir eine breite überparteiliche antifaschistische Aktionseinheit brauchen, und nicht Ausgrenzung der Revolutionäre. Viele machen sich Sorgen: „Wo soll das noch hinführen?“ Wichtig für viele Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen war, dass sie uns kennen und vertrauen. Unter den Studentinnen und Studenten kam oft die Frage auf, wie das von der Stiftungsdirektion der Gedenkstätte begründet wird. Dabei muss ja auch die demagogische Verleumdung, unsere Kritik am israelischen Netanjahu-Regime wäre „antisemitisch“, herhalten. Interessant war, das keine Studentin und kein Student in der Diskussion diesen Vorwurf richtig fand, sondern alle unsere Kritik teilten – ganz anders als es auch die "Antideutschen" immer verbreiten.

 

Der eine oder andere unterschrieb noch nicht, weil sie sich erst über den Flyer informieren wollten. Wirkliche Ablehnung unseres Protestes war ganz selten. Wir gehen fest davon aus, dass das Verwaltungsgericht Weimar bei seiner Entscheidung den bundesweit angelaufenen Protest in Rechnung gestellt hat.