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"Zweierlei Recht bei Bosch"

"Im April gab es einen großen Aktionstag bei Bosch mit 3.000 Beteiligten: Für den Erhalt der Arbeitsplätze und der Umwelt." Welche Folgen das hatte, darüber berichtet die Kollegenzeitung von und für Kollegen im Bosch-Konzern, Leiharbeiter und Zuliefererfirmen "Hochdruck & Zündstoff". Dort heißt es:

Aus Kollegenzeitung "Hochdruck & Zündstoff"

"Seitdem reagiert die Werkleitung im Werksteil 4 in Hallstadt/Bamberg übernervös. Schon dreimal ließ sie die Polizei holen, um das Verteilen von Flyern, das Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen zu unterbinden. die Polizei erteilte dann jedes Mal einen Platzverweis - mit der Berufung auf das Hausrecht von Bosch, weil wir uns auf Firmengelände befänden- allerdings ist das Gelände frei zugänglich und nach Gerichtsurteilen ist das Verteilen von Flyern erlaubt.

 

Die Kundgebung der Freunde von der Internationalistischen Liste / MLPD im EU-Wahlkampf war sogar vom Ordnungsamt genehmigt. Das ist dem Technischen Werkleiter, Dr. Stefan Schmitz, offensichtlich egal. Bei der aktiven Mitwirkung am Dieselskandal hat es Bosch mit Recht und Gesetz nicht so genau genommen. Aber beim Einhalten des Hausrechts, da wird es ernst. Wenn es gilt, Leuten den Mund zu verbieten, die die Schuldigen des Dieselbetrugs benennen und fordern, dass diese zur Rechenschaft gezogen werden, anstatt alles auf die Beschäftigten, Autokäufer und die Allgemeinheit abzuwälzen.

 

Kurz nach dem letzten Polizeieinsatz flatterte bei der Ortssprecherin der MLPD ein Hausverbot für alle Zeiten und für alle vier Werke ins Haus. Die MLPD wird sicher einen Weg finden, um auch weiterhin mit den Kolleginnen und Kollegen im Gespräch zu bleiben, und sie in ihrem Kampf um die Arbeitsplätze solidarisch zu unterstützen. Schluss mit Mobbing, Einschüchterung, Versetzung der Kolleginnen und Kollegen. Warum haben die Arbeiter nicht das Recht, den Verantwortlichen dafür eine 'Hausverbot' auszusprechen? Schluss mit Beschneidung der Arbeiterrechte vor und im Betrieb."