Berlin

Berlin

Die demokratische Revolution in Rojava verteidigen!

Die türkische Armee hat in den letzten Wochen ihre militärischen Vorbereitungen auf eine Invasion gegen Rojava/Nordsyrien verstärkt.

Korrespondenz aus Berlin

Die vom faschistischen türkischen Regime errichtete Grenzmauer wurde an verschiedenen Stellen durch die Armee beseitigt und starke Panzer- und Artilleriekräfte wurden an der Grenze konzentriert. Der faschistische türkische Diktator Recep Tayyip Erdoğan erklärte vor kurzem: „Wir sind entschlossen, den Terrorkorridor im Osten des Euphrat zu zerschmettern.“ Seine Aggressivität ist auch eine Reaktion auf eine innen- und außenpolitische Krise. Mit Zustimmung des US-Imperialismus kommt es zu verstärkten Angriffen der Türkei in Südkurdistan und auf die Guerilla-Gebiete der PKK im Kandil-Gebirge.

Faschist Erdoğan diffamiert die Errungenschaften der demokratischen Revolution

Was Erdoğan als „Terrorkorridor“ diffamiert, sind die Errungenschaften der demokratischen Revolution in Rojava, wie der Aufbau einer demokratischen Selbstverwaltung, ein gleichberechtigtes Zusammenleben vieler Ethnien, wichtige Erfolge im Kampf um die Befreiung der Frau, ein fortschrittliches Asylrecht und Errungenschaften für die Wahrung der Einheit von Mensch und Natur.

Widersprüche zwischen dem Kriegstreiber Nr. 1 - den USA - und dem faschistischen Regime in Ankara

Dass der US-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey, am 2. August auf einer Pressekonferenz erklärte, dass die USA „keinen Angriff auf die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) zulassen“ ist eine Reaktion des US-Imperialismus auf seine Sackgasse, in die er mit seiner Syrien-Politik geraten ist. Die demokratische Revolution ist jedoch allen Imperialisten ein Greuel. Die taktische Zusammenarbeit der US-Regierung mit den SDF dient ausschließlich ihren eigenen Machtinteressen. Dabei kommt es auch zu Widersprüchen mit dem Erdoğan-Regime und dessen neuimperialistischen Expansionsplänen.

 

Um nicht jeden Einfluss in Syrien zu verlieren, gibt die US-Regierung gegenwärtig, zumindest offiziell, kein grünes Licht für eine umfassende Aggression der Türkei gegen Rojava. Der türkische Außenminister gab eine Erklärung ab: „Wir haben keine Geduld mehr. Wenn es nicht funktioniert, dann machen wir es selbst.“ Die Erfahrung der vom US-Imperialismus tolerierten türkischen Invasion gegen Efrîn zeigt, dass die Gefahr einer Invasion der türkischen Armee weiterhin akut besteht. In Berlin hat deshalb am 27. Juli ein Treffen verschiedener linker Kräfte stattgefunden, um über gemeinsame Aktivitäten dagegen zu beraten. Einstimmig wurde beschlossen, im Falle eines Angriffs auf Rojava, am gleichen Tag, um 18 Uhr, eine Demonstration am Oranienplatz in Kreuzberg zu organisieren. Das wird von der MLPD unterstützt. Notwendig ist jedoch auch eine verstärkte Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit. Die bundesweiten Montagsdemos oder -Kundgebungen sind eine Gelegenheit dazu.

 

In der Erklärung der MLPD zum 7. Jahrestag der demokratischen Revolution in Rojava wird betont: „Die ICOR¹ berät gegenwärtig den Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront. Eine Mitarbeit der kurdischen Bewegung wäre ein wichtiger Schritt. Die Perspektive der demokratischen Konföderation liegt im Weitergehen zur sozialistischen Revolution und im gemeinsamen Kampf für die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt, im Vertrauen auf die eigene Kraft gegen jegliche Einflussnahme imperialistischer Kräfte.“