Türkei

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Versuchter Mord an einem Mitglied der Volksfront (Halk Cephesi)

Die Polizei hat versucht, ein Mitglied der Volksfront (Halk Cephesi) in Istanbul zu töten.

Korrespondenz aus Augsburg

Am 26. Juli, gegen 2 Uhr, wurde das Haus von Halil Yakut, einem Mitglied der Volksfront der Türkei, im Bezirk Kadıköy in Istanbul, von SWAT-Teams (Sondereinsatzkommandos der türkischen Polizei, Anm. d. Red.) und Vertretern der politischen Polizei überfallen.

 

Halil Yakut, der verhaftet wurde, nachdem die Polizei sein Haus durchsucht hatte, erzählt, was in der Nacht des 26. Juli und vier Tage nach der Verhaftung durch die politische Polizei geschah: "… Zunächst stürmten Offiziere die Wohnung im zweiten Stock des Gebäudes. Sie klopften oder klingelten nicht einmal an der Tür, sie traten sie ein. Nachdem sie festgestellt hatten, dass sie die falsche Wohnung überfallen hatten, gingen sie sofort in den ersten Stock und brachen die Tür zu meiner Wohnung auf.

 

Als sie in mein Haus kamen und mich sahen, wandte sich der Polizist, der das SWAT-Team leitete, an seine Kollegen und sagte: "Ich werde auf ihn schießen". Sie konnten mich aber nicht töten, weil alle Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnblocks aufgewacht waren, und weil sie zuerst die falsche Wohnung überfallen hatten, und auch weil ich anfing, so oft ich konnte zu schreien, als sie mein Haus überfallen haben: "Mein Name ist Halil Yakut. Ich habe keine Waffe und die Polizei versucht, mich zu töten."

 

Die Polizei durchsuchte beide Wohnungen direkt. Nach der Razzia wurde ich in das Hauptquartier der politischen Polizei in Istanbul gebracht. Dort war ich vier Tage lang unwürdig gefangen. Ich war systematischer Folter, Beleidigungen und Beschimpfungen ausgesetzt.