Antifaschismus

Antifaschismus

Gewalttätiger Übergriff der „Steeler Jungs“

Das antifaschistische Bündnis Essen stellt sich quer berichtet von einer gewalttätigen Attacke der sich selbst als „Bürgerwehr“ bezeichnenden faschistoiden, rassistischen und ultrareaktionären „Steeler Jungs“ gegen unschuldige Jugendliche. Bei den „Steeler Jungs“ handelt es sich um eine Zusammenrottung aus Rockern, faschistoiden Hooligans und offen faschistischen Straßenschlägern.

Von Essen stellt sich quer

Am vergangen Donnerstag, den 15. August, haben Mitglieder der „Steeler Jungs“ vor der „Sportsbar 300“, ihrem Szene-Treff, eine Gruppe Jugendlicher angesprochen. Nichts böses ahnend, haben sich die Jugendlichen auf eine Diskussion eingelassen. Nur wenige Minuten später werden die Jugendlichen bedrängt, drangsaliert und körperlich attackiert ...

 

Als die beiden nach dem Zahlen der Rechnung zum Rauchen vor die Tür gingen, verfolgten sie einige „Steeler Jungs“, erkennbar durch ihre markanten T-Shirts, und begannen draußen eine Diskussion.

 

Die Männer wechselten schnell ins politische und wurden dabei immer aggressiver. … Sie bauten sich zusehends bedrohlich auf und schrien die beiden an sich zu „verpissen“. Eingeschüchtert durch die immer aggressiver werdende Situation haben sich die Jugendlichen entschieden in Richtung des Kulturzentrums Grend das Weite und Zuflucht vor der Horde zu suchen.

„Wir machen vor Frauen keinen Halt!“

Doch die „Steeler Jungs“ haben die beiden verfolgt und rannten auf die beiden zu. Die Jugendlichen ergriffen die Flucht. Sie wurden einige Meter weiter von drei Seiten durch die „Steeler Jungs“ umzingelt, wodurch sie faktisch festgesetzt wurden. Die „Steeler Jungs“ reagierten immer aggressiver, führten eine „Taschenkontrolle“ bei den Jugendlichen durch und drohten einer der Jugendlichen wörtlich „Mach deinen Rucksack auf, wir machen auch vor Frauen keinen Halt!“. Einer der „Steeler Jungs“ schlug einem der Jugendlichen ins Gesicht.

 

Zufällig fuhr in dieser Situation ein Streifenwagen der Polizei vorbei. Die Angreifer ließen von der Gruppe ab und liefen zurück zum „300“. Herbeigerufen von den Jugendlichen unternahm die Polizei jedoch keine Maßnahmen, um die drei Angreifer ausfindig zu machen, sondern nahm lediglich eine Anzeige gegen Unbekannt auf. Die Angreifer wären nur wenige Meter von der Szenerie entfernt im „300“ identifizierbar gewesen ...


Am 14. September, bei der Großdemonstration von Essen stellt sich quer gegen die "Steeler Jungs" soll daher nicht zuletzt aufgrund dieses aktuellen Vorfalls ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass eine rechte „Bürgerwehr“, die Menschen im Stadtteil drangsaliert, bedroht und angreift, keinen Platz in unserer Gesellschaft haben sollte!

 

Mehr zur Großdemonstration gibt es hier!