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#Unteilbar: Mutmachende Demo gegen Rechtsentwicklung von Regierungen und bürgerlichen Parteien

40.000 Demonstrantinnen und Demonstranten sowie 32 Lkw starteten am Samstag, 24. August, um 14 Uhr zu einer beeindruckenden Demonstration durch die Dresdner Innenstadt.

Korrespondenz aus Leipzig
#Unteilbar: Mutmachende Demo gegen Rechtsentwicklung von Regierungen und bürgerlichen Parteien
Viele Transparente zeigten Flagge gegen die Rechtsentwicklung von Regierungen und bürgerlichen Parteien (Foto: unteilbar.org)

Auffallend war das rege Interesse der Bevölkerung, die zahlreich am Straßenrand und auf den Grünflächen das Geschehen verfolgte. „Es macht mir viel Mut, wenn ich hier so viele unterschiedliche Gruppen sehe, die sich gegen die Rechtsentwicklung stellen. Zu Hause ist man doch allein mit seiner Meinung“, so ein Teilnehmer aus Leipzig, der mit seinen Freunden und einem selbstgemachten Plakat im Zug angereist war. Dieses Gefühl konnte man auf der ganzen Demo spüren.

 

Seitens der Organisatoren wurde stark auf die Landtagswahl in Sachsen und das Parlament orientiert. Sie sprachen sich im Vorfeld mit einer Wahlempfehlung ausschließlich für die bisher im Parlament vertretenen Parteien aus, da bei „den kleineren Parteien die Stimmen verloren“ seien. Verloren ist jedoch jede Stimme für die Monopolparteien. Dazu passt die am Samstagvormittag veröffentlichte Erklärung der Grünen, in Sachsen auch eine Koalition mit der CDU in Erwägung zu ziehen.

Viele kapitalismuskritische Parolen

Vor allem aus dem Gesundheitswesen beteiligten sich viele Kolleginnen und Kollegen. Hier fielen die kapitalismuskritischen Parolen besonders auf, wie: „Der Kapitalismus macht uns krank.“ Beschäftigte von Kliniken aus Riesa reisten mit der ganzen Familie an. Siemens-Kollegen aus Berlin trugen das Transparent „Unsere Standortparole heißt Solidarität“, womit sie der von der Konzernleitung ausgehenden Spaltung der Belegschaften in Standorte eine klare Abfuhr erteilten.

 

Hervorzuheben auch die auffällige Präsenz von „Omas gegen rechts“, die mit Schildern und Plakaten ihre politische Haltung sichtbar machen. Die große Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestand jedoch aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Neue Mitglieder und Kontakte gewonnen

In kurzen Gesprächen haben wir den Demonstrationsteilnehmern und Zuschauern die Erklärung der MLPD zur Landtagswahl überreicht, Rote Fahne- sowie Rebell-Magazin angeboten und dabei neue Mitglieder bzw. zahlreiche Kontakte für REBELL und MLPD gewonnen. Die Berliner Straßenband „Nümmes“ trat auf und das offene Mikrofon wurde vor dem Abmarsch rege genutzt.

 

Wir reihten uns dann in den Block der Gewerkschaften ein und führten weitere Diskussionen um die sozialistische Perspektive. Nach der Demonstration begann eine große Veranstaltung auf der Cockerwiese. Verschiedene Ansprachen und Musikgruppen beschlossen den gelungenen Tag.