Umweltkrise

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Mikroplastik im arktischen Schnee nachgewiesen

Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) haben selbst in einer der entlegensten Gegenden der Erde wie der Arktis eine hohe Konzentration von Mikroplastik im Schnee nachgewiesen.

Korrespondenz

Die Untersuchungen wurden am 14. August veröffentlicht. Feinste Kunststoffteile wurden in Schneeproben aus Bayern und Bremen ebenso wie in solchen aus den Schweizer Alpen und der Arktis nachgewiesen. Die Forscher gehen davon aus, dass sie sich durch die Atmosphäre verbreiten und dann mit dem Schnee aus der Luft ausgewaschen werden.

 

Demnach liegt nahe, dass die Luft erheblich mit Mikroplastik verschmutzt ist. Im Schnitt fanden sich in den arktischen Proben 1.760 Teilchen pro Liter Schmelzwasser. Auf einer Eisscholle hatten sich 14.400 Teilchen pro Liter gesammelt. Die Größe der Teilchen lag zwischen 11 und 474 Mikrometern (Millionstel Meter), 80 Prozent aller Teilchen waren kleiner als 25 Mikrometer.

Was sucht Heiko Maas in der Arktis?

In der Arktis waren es insbesondere Nitrilkautschuk, Acrylate und Lackteilchen. Nitrilkautschuk wird unter anderem für Schläuche und Dichtungen verwendet, weil er von Kraftstoffen nicht angegriffen wird und größere Temperaturschwankungen aushält.

 

Passend zu diesen alarmierenden Ergebnissen reiste Bundesaußenminister Heiko Maas am 15. August in die kanadische Arktis, um sich „über die geopolitischen Folgen des Klimawandels zu informieren“.

 

Der wahre Grund dürfte aber ein anderer sein. Die Eisschmelze führt zu Begehrlichkeiten aller Imperialisten, was die Ausbeutung von Rohstoffen angeht. Die Erderhitzung macht sich in der Arktis am deutlichsten bemerkbar. Die Durchschnittstemperaturen steigen dort doppelt so schnell wie im Rest der Welt.1