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Der große Bergarbeiterstreik 1997 – Herausforderung für die heutige Zeit

31. August 2019 - in Stuttgart wird der Antikriegstag begangen. Eine Woche später findet die Bergarbeiterrevue in Stuttgart im Alten Feuerwehrhaus statt.

Landesleitung Baden-Württemberg der MLPD
Der große Bergarbeiterstreik 1997 – Herausforderung für die heutige Zeit
Abbildung der Dokumentation der ersten Aufführung (Bild: VNW)

Gerade am Antikriegstag ist es wichtig, dass die Kraft der Arbeiterklasse in Erscheinung tritt. Und so startet ein Trupp mit drei Frauen, um für die Veranstaltung zu werben. Bestückt mit umgehängten Werbeplakaten, Einladungsflyern, Eintrittskarten und einer Dokumentation über die Erstaufführung der Revue am 6. Oktober 2018 geht es los.

 

„Einladung zur großen Revue in Stuttgart über den großen Bergarbeiterstreik 1997!“ „Aus der Geschichte lernen für den Kampf heute! Die Erfahrungen der Bergarbeiter heute brandaktuell für die Automobilarbeiter und ihren Kampf: Gegen die Entlassung von Leiharbeitern. Für die Übernahme der Auszubildenden. Gegen drohende Entlassungen. Für den Kampf um jeden Arbeitsplatz!“

"Richtig streiken - wer soll das organisieren?"

Das trifft auf Zustimmung. Sehr viele nehmen gern die Einladung. Eine Gruppe Jusos lehnt kollektiv ab, ein DKP-Mitglied begrüßt die Einladung zur Zusammenarbeit. Die spontane erste Zustimmung reicht jedoch noch nicht, um die Entscheidung zum Kauf einer Eintrittskarte zu treffen. Dafür muss man richtig überzeugen, sonst bleibt es bei „Ich nehm den Flyer mal mit“ stehen.

 

Viele Kollegen sagen: „Man müsste mal wieder richtig streiken. Aber wie soll das gehen? Wer soll das organisieren?“ In keinem Geschichtsbuch findet der Bergarbeiterstreik von 1997 Erwähnung – das hat seinen Grund. Zeitzeugen werden berichten, wie es dazu kam: Bergleute und ihre Familienangehörigen, MLPD-Aktivistinnen und -Aktivisten, Vertreter der Umweltbewegung usw.

Zentrale Fragen für heute

Ein solcher Streik mit 130.000 Arbeitern erfordert ein entsprechendes Klassenbewusstsein, die Überwindung von Spaltung, Vertrauen in die eigene Kraft und eine revolutionäre Partei, die ihr ganzes Know-how den Arbeitern zur Verfügung stellt. Das sind zentrale Fragen, die heute geklärt werden müssen.

 

Für die Werbung ist die Dokumentation über die Erstaufführung der Revue am 6. Oktober 2018 ein sehr hilfreiches Mittel, weil durch die Bilder, Texte und Lieder ein guter Vorgeschmack gegeben werden kann. Hier kann man sie bestellen!

Revue muss man gesehen haben

Diese Revue muss man einfach gesehen haben, um seine Schlussfolgerungen daraus zu ziehen! Deshalb ist täglicher Kartenverkauf angesagt bei Freunden, in der Familie, unter den Kollegen, im Wohngebiet, vor den Betrieben, bei Montagsdemos gegen Hartz IV oder gegen Stuttgart 21, bei Fridays for Future.

 

"Der große Bergarbeiterstreik 1997 - eine Revue" - am 7. September 2019. Der Bergarbeiterstreik wird lebendig mit Zeitzeugen, Theater, Liedern, Jugendliche fragen nach den Lehren. 17 Uhr Einlass, Imbiss- und Infostände, 18 Uhr Beginn. Stuttgart, Altes Feuerwehrhaus, Möhringer Straße 56, 70199 Stuttgart-Heslach. Eintritt 10/5 Euro.