Herne

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Proteste gegen Faschisten-Aufmärsche - „Kein Fußbreit den Faschisten“

Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Mittwoch in Herne zum vierten Mal in drei Wochen gegen Aufmärsche von Neofaschisten der übelsten Sorte.

Korrespondenz

Getarnt als angeblich „besorgte Bürger“ rotteten sich in Herne in den letzten Wochen Neofaschisten mit Führern der faschistischen Partei „Die Rechte“, der „Identitären“, mit Faschisten aus Essen-Steele und anderswo zusammen. Diesmal gab es erstmals ein antifaschistisches Offenes Mikrophon – für die ganze Kundgebung am Robert-Brauner-Platz.

 

Außer der Kundgebung fand auch eine Demonstration statt. Daran beteiligten sich auch viele Christen, die zuvor an der Kreuzkirche protestiert hatten. Ein breites Bündnis von Christen, Marxisten-Leninisten, Flüchtlingen, Gewerkschaftern, Jugendlichen, Frauen, Umweltschützern ging hier gemeinsam auf die Straße.

 

Die MLPD trat u. a. für aktiven Widerstand und die Losung „Kein Fußbreit den Faschisten“ ein. Viele Exemplare der von der MLPD herausgegebenen Broschüre "Das Wesen der Alternative für Deutschland ... als Wegbereiterin des Faschismus" wechselten gegen Spende den Besitzer. Besonders der REBELL gewann neue Interessenten. Plakate der MLPD für das Verbot aller faschistischen Organisationen und für internationale Solidarität stießen auf viel Interesse.

 

Nachdem vor einer Woche zweimal Fahnenträger der MLPD v.a. von Antideutschen übel – aber erfolglos - attackiert worden waren, flatterte nach Protesten dagegen die MLPD-Fahne neben Fahnen „Refugees welcome“, „Pace“, des Frauenverbands Courage und zeitweise einer Fahne der „Partei“ heute weitgehend ungestört im Wind.

 

„Von Religion bis Revolution muss das Bündnis gehen, statt Antikommunismus“ wurde auch am Offenen Mikrophon gefordert. Die Neofaschisten machten durchnässt nur einen kurzen Aufmarsch. Es zu stoppen, dass sich Faschisten in Herne festsetzen, bleibt ein gemeinsames Anliegen der nächsten Wochen.