Bosnien

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200 bosnische Bergleute im Hungerstreik

Letzten Dienstag, am 10. September 2019, haben 200 Bergleute in Zentral-Bosnien-Herzegowina in drei Kohlebergwerken einen Hungerstreik begonnen. Sie fordern höhere Löhne und die Auszahlung der August-Löhne.

Die Minen gehören einer staatlichen Gesellschaft, der vom Staat wegen angeblicher roter Zahlen die Konten gesperrt wurden. Gleichzeitig läuft der Tarifvertrag der Bergleute aus. Weil bei den Verhandlungen kein Ergebnis erzielt wurde, hat die unabhängige Union der Bergarbeiter für gestern zu einem Generalstreik aufgerufen.

 

700 Bergleute demonstrierten vor dem Gebäude der Bundesregierung. In Bosnien arbeiten rund 12.000 Bergleute in 14 Kohlebergwerken. Sie bekommen 400 bis 700 Euro Monatslohn. Seit 1990 sind 200 Bergleute tödlich verunglückt.