Bangladesch

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Interview zum Konflikt Indien - Kashmir

Die "Rote Fahne" fragte Hasan Tarique Chowdhury: Was ist die Einschätzung der CP Bangladeschs zum gegenwärtigen kriegerischen Konflikt zwischen Indien und Kashmir?

Interview mit dem Internationalismus-Verantwortlichen der CP Bangladesch (CPB)
Interview zum Konflikt Indien - Kashmir
Protestaktion gegen die Zerstörung des Regenwalds in Brasilien am 24. August in Bangladesch (Foto: CPB)

Hasan Tarique Chowdhury
Diese Krise im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir ist eine ernste Bedrohung für die Stabilität Bangladeschs und des gesamten Subkontinents. Es ist ein autoritäres und undemokratisches, hindu-nationalistisches Konzept der indischen Regierung. Die Menschen in Bangladesch sind sehr besorgt über diese Entwicklung und entschieden  gegen diesen Kurs der indischen Regierung unter Modi eingestellt. Es geht um eine Untergrabung der Autonomie und Selbstbestimmung der Bevölkerung in Kaschmir, wogegen sie seit dem Ende der britischen Kolonialzeit kämpfen.

 

Rote Fahne
Was sind die aktuellen Hintergründe?

 

Hasan Tarique Chowdhury:
Seit die Modi-Regierung an der Macht ist, werden die ethnischen und religiösen Minderheiten massiv unterdrückt. Das ist im Interesse der imperialistischen, kapitalistischen Unternehmen. Sowohl die indische als auch die pakistanische Regierung vertreten die Interessen der herrschenden Klasse und kämpfen gegen säkularistische Bestrebungen und den Kampf um demokratische Rechte. Es wird eine massive Aufrüstung voran getrieben, statt für die Ernährung, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und die Umwelt zu sorgen.

 

Die Arbeiter, die Bauern, die Künstler, die Industriearbeiter und Gewerkschaften sind besorgt über diesen Konflikt und es entwickeln sich Proteste dagegen, die von der Kommunistischen Partei Bangladeschs unterstützt werden. Auch in Indien haben die kommunistischen, fortschrittlichen und demokratischen Kräfte und die breite Öffentlichkeit nachdrücklich gegen die jüngsten Schritte der indischen Regierung in der Kaschmir-Frage protestiert. Zur Erhaltung des Friedens muss weltweit zusammengearbeitet werden.