Neukirchen-Vluyn

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Weitere Schlappe für die RAG

Der direkte Schulweg für Fußgänger und Radfahrer ist in Neukirchen-Vluyn seit Schulbeginn tatsächlich geöffnet.

Korrespondenz
Weitere Schlappe für die RAG
(rf-foto)

Die Öffnung des Schulwegs erfolgt nicht etwa, weil die RAG MI als der Eigentümer des ehemaligen Geländes der Zeche Niederberg ihre Verträge eingehalten hat. Auch nicht, weil er von der Stadtverwaltung rechtzeitig zu Schulbeginn frei gegeben wurde (siehe Rote Fahne News!). Sondern einzig und allein, weil die Anwohner es satt haben, die Machenschaften der RAG länger zu dulden. Der Reihe nach.

 

Dem Antrag des überparteilichen Kommunalwahlbündnisses NV AUF geht’s auf sofortige Öffnung des Schulweges folgte eine Krisenberatung im interfraktionellen Gespräch der Ratsfraktionen. Bürgermeister Harald Lenßen: Die Übernahme durch die Stadt und offizielle Öffnung der Straße ist nicht möglich, weil die Beleuchtung erst Ende September von der RAG MI aufgestellt wird. Deshalb könne die Stadt keine Haftung übernehmen.

 

Die Feststellung von Klaus Wallenstein, Ratsmitglied für NV AUF geht’s, dass es zahlreiche Straßen ohne Beleuchtung gebe und die Anwohnerinnen und Anwohner schon längst ihr eigenes Recht geschaffen hätten, wies er drohend zurück: Auf keinen Fall könne das Hinwegsetzen über Recht und Gesetz in seiner Stadt geduldet werden. Entsprechend wies er den Baubetriebshof an, den Bauzaun täglich zu kontrollieren und zu schließen. Dieses Katz- und Maus-Spiel konnte er angesichts der wachsenden Proteste und Widerstandsbewegung gegen die RAG nur verlieren.

 

Hatten Anwohnerinnen und Anwohner zunächst nur ein Zaunsegment immer wieder ausgehoben und zur Seite gestellt, so liegt es inzwischen dauerhaft umgewalzt am Boden (siehe Bild). Ein wichtiger Punktsieg über die Politik der verbrannten Erde der RAG. Und eine Schlappe für die Verwaltung, die in völliger Abhängigkeit weder willens noch in der Lage ist, der RAG die Stirn zu bieten.