Oldenburg

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11.000 Menschen gegen die drohende Klimakatastrophe

11.000 Menschen versammelten sich nach Angabe der Veranstalter in Oldenburg, um wirkungsvolle Maßnahmen gegen die drohende globale Umweltkatastrophe zu fordern.

Korrespondenz

Es war eine bunte Mischung, die zeigt, wie breit dieses Thema die Bevölkerung beschäftigt: Natürlich viele Schülerinnen und Schüler von der Grundschule aufwärts, Studentinnen und Studenten und junge Menschen, Christinnen und Christen, Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten des BUND und anderer, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter von ver.di, IG Metall, DGB und viele andere.

 

Diese Demo war ein guter Schritt in die Richtung, gemeinsam gegen die drohende Umweltkatastrophe aktiv zu werden. Die Veranstalter konnten eigentlich stolz sein. Auch Genossen der MLPD waren mit einer Fahne, Flyern, Rote Fahne Magazin, dem Buch „Katastophenalarm!“ und anderem Informationsmaterial dabei. Das schien die Veranstaltungsleitung jedoch nicht als Bereicherung zu sehen, sondern als ernste Bedrohung.

 

Kaum war die MLPD-Fahne sichtbar, wurden wir von mehreren Ordnern darauf hingewiesen, dass dies eine überparteiliche Kundgebung sei und vom Veranstalter keine Parteifahnen zugelassen seien. Keiner solle diese Veranstaltung instrumentalisieren, sie für seine Zwecke vereinnahmen. Auch der Hinweis auf das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung überzeugte sie nicht. Sie drohten, uns aus der Demo auszuschließen und das über das Veranstaltungsmikro bekannt zu machen, was sie nicht machten - und auch die Polizei zu holen, was sie auch nicht machten.

 

Wenig später wurde einem Verteiler mitgeteilt, dass wir aus der Demo ausgeschlossen und der Bundespolizei als aggressive Teilnehmer gemeldet seien. Ein Ordner blieb dicht beim Verteiler, und als sich ein Kollege für das Rote Fahne Magazin interessierte, wies er diesen sofort darauf hin, dass er mit jemandem spreche, der aus der Demo ausgeschlossen sei.

 

Welche Angst musste die Demoleitung haben, wenn sie zu solchen Mitteln griff! Aber alle antikommunistischen Vorbehalte halfen nicht: Das Material kam unter die Leute und stieß auf Interesse. Trotz der Behinderung eine gute Aktion!