Wirtschaft

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Daimler-Chef fordert verschärften Kurs zur Abwälzung der Krisenlasten

In einer aktuell veröffentlichten Umfrage der IG Metall in der Metallindustrie in Baden Württemberg bewerten über die Hälfte der Betriebsräte die Wirtschaftslage „ihrer“ Betriebe als nicht gut.

Korrespondenz aus Stuttgart

39 Prozent der Betriebe würden bereits Leiharbeiter oder Befristete entlassen. „16 Prozent der Betriebsräte melden, dass es jetzt an die Stammbelegschaft geht.“¹ Auch der neue Daimler-Chef Ola Källenius schwört die Belegschaft auf harte Zeiten ein: "Wir müssen die Effizienz dramatisch erhöhen, müssen alles hinterfragen, über alle Kosten nachdenken.“² Dazu gehöre die Aufgabe der Produktion von Modellen oder der Stopp der Neuentwicklung weiterer Verbrennungsmotoren.

 

Während der Unternehmerverband Südwestmetall die Lage in der Automobilindustrie mit denen „in den Krisenjahren 2008 und 2009“¹ vergleicht, hält die IG-Metall-Führung das für Panikmache. Richtig daran ist nur, dass die Monopole das Gemisch aus Übergang zu zunehmenden weltweiten Krisenerscheinungen und verschiedenen Strukturkrisen umfassend auf die Arbeiter und Angestellten sowie die übrige Gesellschaft abwälzen wollen.

 

Die MLPD stellt in den Betrieben die Kolleginnen und Kollegen auf diese Krisenentwicklung und den Kampf gegen die Abwälzung und für Arbeitsplätze und Umwelt ein, und hilft ihnen, den Kampf dagegen zu organisieren. Auch zeichnen sich harte Tarifrunden ab. So wenn der Chemieindustrie-Verband Baden-Württemberg sagt: „Die Unternehmen brauchen Kostenentlastung, um die Krise zu überwinden ... . Tariferhöhungen wären derzeit Gift für den Bestand von Arbeitsplätzen“².

 

Die Arbeiter können ihre Forderungen an die Kapitalisten aber nicht vom Auf und Ab der Wirtschaftsentwicklung abhängig machen. Maßgeblich sind dafür allein ihre Klasseninteressen.