Lübeck

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Die bisher mit Abstand größte FFF-Demo in Lübeck

6000 Lübeckerinnen und Lübecker waren auf den Beinen.

Korrespondenz

Zwei 13-Jährige sind stolz wie Oskar, dass sie mutig den Unterricht boykottiert haben. Die vielen Schülerinnen und Schüler mischen sich mit älteren Jugendlichen. Eine Gruppe von fünf ´kampferprobten´ Frauen führt ein Transparent mit sich: „Oldies for future“ „Das war unser Minimalkonsens“, sagt eine mit Augenzwinkern.

 

Auffällig viele Familien sind dabei. Kinder haben fantasievolle Bilder gemalt. Einer hat treffend getextet: „march now or swim later!“ Andere greifen die Benzin fressenden SUV´s an. ATTAC, Amnesty und Courage zeigen Flagge, ebenso die Umweltgewerkschaftsgruppe. Eines ihrer Mitglieder hat einen Globus bei sich, an dem eine Lunte hängt, und sie warnt mit einem Bild über den brennenden Urwald in Brasilien.

 

Die Genossen der MLPD-Ortsgruppe sind natürlich dabei - mit ihrem schönen und auffälligen Transparent „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“. Am 24. Mai sollten wir das noch einrollen. Nach einigen anschließenden Diskussionen mit dem Organisationsteam gibt es dieses Mal keine Versuche, unser Auftreten zu behindern. Unsere klare Aussage gegen den Kapitalismus wird oft fotografiert.

 

Bei einigen ernten wir zustimmendes Lächeln oder eine erhobene Faust. Beim Verteilen des neuen Flyers sprechen wir mit den Worten an „Die MLPD unterstützt die Fridays-for-Future-Bewegung, setzt sich aber auch kritisch mit der Strömung auseinander, die in den Bahnen des Kapitalismus bleiben will.“ „Ja, das ist doch notwendig“, ist eine häufige Reaktion.

 

Ein Teilnehmer kauft sich gleich das Buch „Katastrophenalarm!“. Aber dann kommt doch noch eine wütende Reaktion auf unser Transparent: Ein führendes Mitglied der Linkspartei bekennt, dass sie sich im Gegensatz zu uns an das Verbot, als Partei aufzutreten, gehalten hätten. Wenn jemand merkt, dass er sich fälschlich an ein unberechtigtes Verbot gehalten hat, ist seine Wut schon sehr verständlich.