Ludwigsburg

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Gewerkschaften hatten aufgerufen

Einen so großen Demonstrationszug hat Ludwigsburg schon lange nicht mehr erlebt!

Korrespondenz

Nach der Auftaktkundgebung um 12 Uhr zogen zwischen 4000 und 5000 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Künstlerinnen und Künstler, Ärzte, Ärztinnen, Pfleger, Pflegerinnen aus verschiedenen Kliniken, Beschäftigte aus Metallbetrieben ... zweieinhalb Stunden lang durch die Innenstadt. Laut, kämpferisch und selbstbewusst fordern sie wirksame Umweltschutzmaßnahmen.

 

Neben einigen Organisationen und Parteien hatten die Gewerkschaften ver.di, IG Metall und GEW zur Teilnahme an diesem Protest- und Streiktag aufgerufen. Schülerinnen und Schüler bildeten die große Mehrheit. Auch viele ganz junge – sie waren oft besonders aufgeschlossen. Eine Gruppe interessiert sich für den Jugendverband der MLPD, eine andere Gruppe kratzte ihre Münzen zusammen, um das REBELL-Magazin kaufen zu können. Auch ein Buch "Katastrophenlarm!" wechselt den Besitzer.

 

Nach dem Aufruf der Demo-Leitung, keine Flyer außer den eigenen anzunehmen, wurden wir häufig darauf angesprochen. Viele nahmen auch deshalb keine Flyer. Andere empörten sich über das „Verbot“ oder nahmen vielleicht gerade deshalb. Zwei Mal kamen Jungs und wollten selbst welche verteilen. Zu groß ist der Wunsch, gemeinsam die Erde zu retten; auch der eine oder andere Ordner interessierte sich für unseren Standpunkt.

 

Die Erkenntnis reifte in einigen Gesprächen, dass die Umwelt vor der Profitwirtschaft gerettet werden muss, was die Überwindung des Kapitalismus notwendig macht.