Friedrichshafen

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Interessante Gespräche auf der Demo

In Friedrichshafen am Bodensee fand ebenfalls eine große FFF-Demonstration mit Kundgebung am See statt.

Korrespondenz

Laut Veranstalter waren es 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit 1000 hatten sie gerechnet. Auffallend war, dass etwa die Hälfte der Menschen mittleren oder höheren Alters waren. Einzelne Gruppen aus Betrieben liefen ebenfalls mit.

 

Von der MLPD verteilten wir die aktuellen Flyer und Flugblätter, von denen einige genommen wurden. Diesmal wurden wir dabei von den Ordnern nicht behindert.

 

Es gab einige Gespräche vor allem mit Jugendlichen, die sehr aufgeschlossen waren. Ein wichtiger Diskussionspunkt war dabei, dass die Hauptverursacher, die Konzerne und Banken ins Visier genommen werden, statt die Menschen insgesamt mit ihrem Konsumverhalten für die dramatische Umweltzerstörung verantwortlich zu machen.

 

Bei der Schlusskundgebung wies der Versammlungsleiter gleich zu Beginn darauf hin, dass hier auch Parteien mit Fahnen auftreten, die die Bewegung für sich „instrumentalisieren“ wollen und bekräftigte, dass bei FFF keine Parteien geduldet werden. Er nannte unter anderem Die Grünen, aber die MLPD nicht beim Namen obwohl sie angeblich bundesweit von FFF-Aktivitäten ausgeschlossen wurde.

 

Die Redner zählten einige Erscheinungen der Umweltzerstörung auf, wie die Brandrodung am Amazonas; der Hauptakzent lag jedoch darauf, dass die Menschen ihr Konsumverhalten ändern müssten. „Wir sind schuld daran, dass der Amazonas brennt, weil wir zu viel Fleisch essen.“ Und sie sollten auch keine Autos mehr kaufen und fahren. Außerdem orientierten sie auf Wahlen und darauf, dass die bürgerlichen Politiker endlich eine umweltfreundliche Politik machen, Klimaschutzprogramme durchsetzen und die Umstellung auf erneuerbare Energien realisieren sollen. Die heute beschlossene CO²-Bepreisung von 26 Euro war ihnen deutlich zu wenig.

 

Die nächste FFF-Demonstration findet nächsten Freitag, 27. September, in Ravensburg statt.