Solingen

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Klare Niederlage für die modernen Antikommunisten

Mit 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – davon ca. ein Drittel Erwachsene – war die Demonstration die bisher größte FFF-Demo in Solingen.

Korrespondenz

Die Mehrzahl waren Schülerinnen und Schüler, auch auffällig viele erst 11- bis 13-jährige. Im Unterschied zu den ersten Demos gaben die Schulen offenbar mit vorgelegten Entschuldigungen großzügig frei. Auch ganze Kindergartengruppen waren mit liebevoll selbst gemalten Schildern der Kinder anwesend. Einen großen Block stellten auch junge Mütter und Väter mit Babys im Arm oder im Kinderwagen. Die Stadtverwaltung stellte es den Abteilungsleitern frei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen. Leider haben die Gewerkschaften in den Betrieben kaum mobilisiert. Nur aus einem Betrieb war eine kämpferische Delegation vertreten, die mit einem schönen Schild Aufsehen erregte.

 

Neben vielen Schildern und Transparenten von verschiedenen Organisationen wie Attak, SDAJ, REBELL, IG Metall, ver.di, DGB, Naturfreunde, traten die MLPD und die ÖDP als einzige Parteien mit Schildern auf. Die MLPD verteilte breit die aktuellen Flyer. Im Unterschied zu bisherigen Demos war das Auftreten der MLPD weitgehend unbehelligt. Lediglich einige Erwachsene störten sich daran, dass wir als Partei auftraten. Bei manchen von ihnen konnten aber die Kritiken daran entschärft werden: "Wozu sind denn Parteien da, wenn nicht dazu, dass sie offen Flagge zeigen und ihre politischen Vorschläge bekannt machen? Die revolutionäre Alternative muss ein unverzichtbarer Teil des demokratischen Entscheidungsprozesses sein."

 

Vor allem von den Schülern wurden die Flyer mit großem Interesse genommen. Höchstens 10 Prozent der Teilnehmer - meist Erwachsene - lehnten ab. Es gab viele vertiefende Diskussion: "Wow, die MLPD!" sagte erstaunt eine junge Frau. Warum sie so überrascht sei? “Ich bin gegen radikale Lösungen." Ob sie eine andere habe? "Ehrlich gesagt nein."

 

Andere waren begeistert von einer „radikalen Alternative". Auch Mitglieder und Anhänger der Linkspartei begrüßen ausdrücklich unser offenes revolutionäres Auftreten und beklagten die Entwicklung und Rolle ihrer Partei. "Dann muss du die Partei wechseln und zu uns kommen!" Ernsthaftes Nachdenken …

 

Insgesamt trug die Demonstration zur Bekanntheit der MLPD vor allem unter Jugendlichen bei. Einige Adressen wurden gesammelt und Parteiprogramme wechselten die Besitzer. Insgesamt ein wichtiger Erfolg für die Breite und zunehmend auch gesellschaftsverändernde Perspektive dieses Protest- und Streiktags - und eine klare Niederlage für die natürlich auch anwesenden modernen Antikommunisten, die sich aber keine offenen Angriffe auf uns trauten.