Aschaffenburg

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Über 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Am gestrigen 20. September schwoll der Demozug in Aschaffenburg auf über 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an – diesmal waren auch viele ältere mit dabei.

Korrespondenz

Auf der Kundgebung vorher waren ganze Schulklassen vertreten, zum Teil mit Lehrerinnen und Lehrern, die das erlaubt hatten. Vielfältige Transparente und Schilder mit Sprüchen waren vorbereitet.

 

Auch Umweltschutzorganisationen nahmen teil, vom BUND bis zu den Veganern. Auch die ÖDP zeigte offen ihre Teilnahme. Ein Vertreter der IG-Metall-Jugend versicherte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Unterstützung der Auszubildenden. Sonst war die Arbeiterbewegung aber noch schwach vertreten. Der Kampf um ein politisches Streikrecht steht damit auch auf der Tagesordnung.

 

Wir von der MLPD verteilten massenhaft unsere neuen Flyer und traten mit dem schönen Transparent „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“ deutlich sichtbar in Erscheinung.

 

Sehr viele vor allem Jugendliche stimmten mit uns darin überein, dass die Konzernherren die Hauptverantworlichen an der Umweltzerstörung sind, und dass gegen sie und ihre Regierungen ein aktiver Widerstand entwickelt werden muss. So gut wie keiner setzte große Hoffnungen auf das „Klimapaket“ des „Klimakabinetts“ der Bundesregierung. Wir hatten schon in der Woche vorher an vier Schulen und an der Berufsschule Einsätze gemacht, zur Teilnahme aufgerufen, und unsere antikapitalistischen Positionen bekannt gemacht.

 

Das führte offenbar dazu, dass wir zunächst auf der Kundgebung unbehelligt blieben. Leute vom Orga-Team griffen uns erst gegen Ende der Kundgebung per Durchsage an, wir würden ihren Wunsch nicht respektieren, dass „keine Parteien“ Werbung machen sollten. Einige – vor allem „Altlinke“ - beschimpften uns dann zu Beginn der Demo, wir seien „Trittbrettfahrer“. Wir erklärten nur kurz, dass wir schon jahrelang aktiv für einen konsequenten Umweltschutz eintreten und es unser demokratisches Recht sei, unsere kritischen Ansichten gegenüber der vom Orga-Team vertretenen Richtung und unsere revolutionären Positionen zu vertreten.

 

Wir hatten unmittelbar im Anschluss an die Demo einen Info-Stand in der Stadtmitte aufgebaut, um noch intensiver mit den Teilnehmerinnen, Teilnehmern und Passanten ins Gespräch zu kommen. Das war ein voller Erfolg. Es entwickelten sich vor allem darum die Diskussionen, dass der Kapitalismus heute gesetzmäßig die Umwelt immer weiter zerstört und deshalb ein gesellschaftsverändernder Kampf mit dem Ziel des echten Sozialismus nötig sei. So konnten wir eine Reihe neuer Kontakte - vor allem mit Jugendlichen knüpfen.