Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen

Viele Schülerinnen und Schüler auf dem Protest- und Streiktag von FFF

Etwa 900 Menschen, sehr viele Schülerinnen und Schüler und eine ganze Reihe Erwachsener waren um 11.30 Uhr nach Villingen zum Protest- und Streiktag der Fridays-for-Future-Bewegung gekommen.

Korrespondenz

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Betrieben haben Gleitzeit oder Überstundenabbau genommen. Die Gewerkschaftsführung rief dazu auf, „im Rahmen der geltenden Gesetze“ sich an der Demonstration zu beteiligen – also ohne Streik.

 

Für den Umweltkampf gibt es ja kein Streikrecht. Bei der Schlusskundgebung in Villingens Mitte forderte ein älterer Redner dazu auf, den Kapitalismus demokratisch zu gestalten. Der Sozialismus sei ja gescheitert. Die Organisatoren verteilten „Rote Karten“, die an die Kanzlerin geschickt werden sollten.

 

Diese Ausrichtung der Demonstration auf „Reformierung“ des Kapitalismus machte sich auch daran bemerkbar, dass die Verteiler des Flugblatts „Fridays for Future – Flagge zeigen für weltweiten aktiven Widerstand“ massiv am Verteilen gehindert wurden. Die Argumentation, dass sich jeder mit den Positionen der MLPD auseinandersetzen können muss, wurde schlicht nicht akzeptiert.

 

„Keine Flyer, keine Fahnen“ - diese Ausrichtung wurde strikt durchgesetzt. Die Polizei, die auf unsere Rechte hingewiesen wurde, griff nicht ein, schützte uns aber auch nicht vor den Belästigungen. Jeder Verteiler wurde von mindestens vier Personen, Jugendlichen und Erwachsenen, abgeschirmt, so dass ein Verteilen an die Teilnehmer der Demonstration unmöglich war. Jugendlichen wurde direkt verboten, den Flyer zu nehmen. Die Ordner behaupteten, wir würden die Bewegung zerstören. Das ist eine neue Qualität im Auftreten der Ordner gegenüber den Flugblattverteilern.

 

Eine ganze Reihe stimmte uns zu, dass die Konzerne hier bestimmen, nicht die Regierung. Einer meinte auch, dass die FFF-Bewegung von den Herrschenden für ihre Politik instrumentalisiert würde. Das Interesse am Flyer zeigt, dass die Umweltfrage immer mehr Menschen berührt. Sie wollen sich damit auseinandersetzen, was der richtige Weg ist.