Protest- und Streiktag in Ulm

Protest- und Streiktag in Ulm

6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Innenstadt

Laut "Südwestpresse" waren 6000 Menschen zum Streik- und Aktionstag der Arbeiter-, Umwelt- und Jugendbewegung am 20. September nach Ulm gekommen. Das Internationalistische Bündnis, Gruppe Ulm, hatte ebenfalls dazu aufgerufen.

Korrespondenz
6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Innenstadt
Transparente und Fahnen blieben in der Demo (rf-foto)

So waren zum gemeinsamen Treffpunkt des Internationalistischen Bündnisses Menschen von der AGIF, ATIF, ADHF, dem Internationalistischem Bündnis, MLPD, REBELL, SYKP, Umweltgewerkschaft etc. gekommen. Dieses Treffen war notwendig geworden, weil wir vom Ulmer FFF-Team alle miteinander ausgeladen worden waren: Keine Parteien, keine Fahnen usw. Dabei wurde willkürlich das Internationalistische Bündnis zur Partei erklärt, die Umweltgewerkschaft zum „U-Boot der MLPD“, also auch zur „Partei“ usw.usf.

 

Sowohl Umweltgewerkschaft, REBELL als auch Internationalistisches Bündnis hatten mit mehreren Schreiben dagegen protestiert und die Einhaltung der bürgerlichen Rechte und Freiheiten eingefordert.

 

Wie aggressiv antikommunistisch ein paar wenige Leute vom FFF-Team eingestellt sind, zeigte sich erneut nach Ende der Kundgebung, als wir sie ansprachen und nachfragten, wann es eine Auswertung geben würde. "Mit euch sowieso nicht, denn dass ihr uns mit Hitler vergleicht geht gar nicht..." Dieses Teammitglied hatte aus einer Mail, das auf die Bedeutung der Verteidigung der demokratischen Rechte und Freiheiten anhand der Erfahrungen aus der Zeit des Hitler-Faschismus erinnerte, bösartig den Schluss gezogen, wir würden das FFF-Team mit Hitler gleichsetzen... !

 

Ein anderer meinte, das würde sich nicht gegen die MLPD richten, sondern gegen Parteien insgesamt. Jedoch haben wir Fahnenträger der Partei "Die Partei" und von der Piratenpartei gefragt, ob sie auch von Ordnern angegangen worden seien. Das war nicht der Fall gewesen. Es waren auch Fahnen der SDAJ und von der DIDF zu sehen. Also waren die Ordner auf antikommunistischer Grundlage speziell gegen die MLPD und das Internationalistische Bündnis mit allen beteiligten Organisationen ausgerichtet gewesen.

 

Wie völlig anders waren die Kundgebungsteilnehmerinnen und Kundgebungsteilnehmer! Ein Genosse der MLPD hat Flugblätter verteilt und zur Studiengruppe zum Buch "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" eingeladen. Es war eine riesige Aufgeschlossenheit,über die Ursachen der Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur zu diskutieren, vorhanden. Fast niemand lehnte es ab, das Flugblatt der MLPD zu nehmen. Leider hatten wir für diese Diskussionen nur wenige Kräfte, weil wir uns schon darum kümmern mussten, dass unsere Fahnen und vor allem unsere Fahnenträger unbehelligt bleiben. Mehrere Male wurden wir von Ordner aufgefordert, die Transparente runterzunehmen. Ein Ordner hatte schon mal die Hand an der Fahne der SYKP, aber nur ganz kurz!

 

Wir waren anschließend sehr stolz auf unser Auftreten. Wir waren sehr mobilisiert, es das nächste Mal noch besser zu machen. Mehr Demo-Kultur zu gestalten und so. Auch wenn wir das nächste Mal vielleicht nicht mehr damit rechnen müssen, angemacht zu werden, ist es doch gut, zusammenzubleiben und so konzentriert zu zeigen, dass es viele Kräfte gibt, die über den Kapitalismus hinausdenken.