Argumente zum Thüringen-Wahlkampf
Stopp dem Raubbau an der Gipskarstlandschaft Thüringens
Der Südharz im Norden von Thüringen ist Bestandteil einer weltweit einzigartigen artenreichen Gipskarstlandschaft, die sich bis Sachsen-Anhalt und Niedersachsen zieht.
Drei Monopole bauen dort Naturgips im Tagebau ab: CASEA GmbH (Tochter von Remondis), Saint-Gobain Formula GmbH (Tochter des französischen Konzerns Saint-Gobain) und die Firma Knauf Deutsche Gipswerke KG. Dies führt zu einem enormen Landschaftsverbrauch, Lärm, Staub und Erschütterungen. Jetzt wollen sie die Abbauflächen verdoppeln, obwohl noch lange genügend Gips aus Rauchgasentschwefelungen in Kohlekraftwerken vorhanden ist und Ersatzstoffe für Naturgips vorhanden sind.
Monopole ignorieren Wunsch der Bevölkerung
Ein breites Bündnis aus den Kommunen, dem Landkreis Nordhausen, der Land- und Forstwirtschaft und Umweltverbänden lehnt dies ab. Mit Klagen gegen Naturschutzgebietsverordnungen, gegen den Regionalen Raumordnungsplan und Erwerb wertvoller Flächen durch Umweltverbände wollen die Monopole neue Abbauflächen erzwingen. Demagogisch verkaufen sie das noch als Sicherung von Arbeitsplätzen.
Gipsrecycling auf Kosten der Profite durchsetzen
Zur Zeit werden in Deutschland 2 Millionen Tonnen Gipskartonplatten jährlich verbaut. Bisher landen diese bei Abriss aus Profitgründen auf Deponien. Daraus könnte durch Recycling problemlos ein Teil des in Deutschland verarbeiteten Gips hergestellt und die Natur erhalten werden, dadurch könnten auch neue Arbeitsplätze entstehen.
Kein Quadratmeter für die Gipsmonopole
Die Internationalistische Liste/MLPD kritisiert, dass die Bundes- und Landesregierung die Monopole nicht zwingen, die gipshaltigen Bauabfälle zu recyclen. Stattdessen verhandelt die Landesregierung hinter verschlossenen Türen mit den Gipsmonopolen und hofft vergeblich auf deren Umdenken. Stopp der Naturzerstörung und Schaffung umfassender Biosphärenreservate im Südharz!