Umwelt

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Weltklimarat warnt vor starkem Meeresspiegelanstieg

Am 24. September gab der IPPC („Weltklimarat“) den Sonderbericht zum Stand der Ozeane und Kryosphäre (Eiswelten) heraus und korrigierte die Prognosen seines Klimaberichts 2013 deutlich nach oben.

Von dr
Weltklimarat warnt vor starkem Meeresspiegelanstieg
Auch das Abschmelzen des Antarktiseises beschleunigt sich dramatisch (Foto: Pixabay / vyoung5678)

Der IPPC stellt eine beschleunigte Dynamik im Übergang zu einer globalen Umweltkatastrophe fest.

 

Durch den globalen Temperaturanstieg erwärmten sich die Ozeane beschleunigt an der Oberfläche um ein Grad Celsius - im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, wodurch das Wasser an Volumen zunimmt. Hinzu kommen die Zuflüsse aus abschmelzenden Gletschern und der Eintrag von den Eisschilden der Polarregionen.

Anstieg der Meeresspiegel beschleunigt sich

Von 2006 bis 2015 stieg deshalb der Meeresspiegel mit 3,6 Millimeter pro Jahr doppelt so stark an, wie im 20. Jahrhundert. Bis zum Jahre 2100 rechnen die Wissenschaftler mit einem Meeresspiegelanstieg zwischen 0,61 bis 1,10 Meter. Als Folgen werden eine Milliarde Menschen in großen Küstenstädten Überschwemmungen als Dauererscheinung erleben. Durch die Meeres- und Klimaerwärmung wird die Heftigkeit von Zyklonen, Hurrikans und Taifunen weiter zunehmen, so dass künftig Wirbelstürme der Kategorie 4 und 5 häufiger wüten.

 

Der südliche Eiskontinent gehört zu den gefährlichsten Kipp-Elementen des Klimasystems. Von 1992 bis 2001 verlor der antarktische Eisschild 147 Gigatonnen pro Jahr, von 2006 bis 2015 stieg der Verlust auf 155 Gigatonnen jährlich. Das entspricht ungefähr dem dreifachen Wasservolumen des Bodensees, der rund 50 Gigatonnen enthält.

 

Noch bestimmt das Abschmelzen des Grönlandeises den Meeresanstieg, weil dort schon drei Grad Erwärmung bestehen. Im Vergleich von 1997 bis 2006 und 2007 bis 2016 hat sich der Massenverlust in Grönland verdoppelt. Bis Ende des Jahrhunderts wird die Antarktis entsprechend „aufholen“, weil die Gletscher stärker ins Meer abrutschen. Je nach Dynamik ist ein Meeresanstieg um 2 bis 3 Meter bis 2100 durchaus möglich.

Dramatische Veränderungen auch in Bergregionen

Auch die Bergregionen, Heimat von 670 Millionen Menschen, stehen vor dramatischen Veränderungen. Die Gletscher in Europa, Ostafrika, den Anden und Indonesien werden bis 2100 um 80 Prozent schrumpfen, mit Folgen für die Stabilität der Berge und die Wasserversorgung aus dem Schmelzwasser.

 

Weil die Ozeane rund 30 Prozent des anthropogenen CO2 aufnehmen, wird das Meerwasser immer saurer. Der Bericht stellt im Nordatlantik, Südpazifik und im indischen Ozean weiter sinkende pH-Werte, Rückgang des Sauerstoffgehalts und das häufigere Sterben der Korallen fest.

Richtige Analyse erschien im Buch "Katastrophenalarm!" bereits im Jahr 2014

Stefan Engel, langjähriger Vorsitzender der MLPD und Leiter der Redaktion des Theoretischen Organs der Partei, REVOLUTIONÄRER WEG, analysierte diese Entwicklung bereits im Jahr 2014 in seinem Buch "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?". Unter anderem schrieb er: "Der Meeresspiegel wird nach vorsichtigen Schätzungen bis 2100 um ein bis zwei Meter ansteigen. Eine Reihe von Inselstaaten wie die Malediven oder große Teile Bangladeschs würden dadurch bereits vom Meer verschlungen. Eine derart katastrophale Entwicklung würde Hunderte Millionen Menschen in die Flucht treiben. Ein weiter ansteigender Meeresspiegel würde viele heutige Küstenregionen einschließlich 22 der 50 größten Küstenstädte der Welt - wie New York, London, Rotterdam, Mumbai, Tokio, Shanghai oder Hamburg - unter Wasser setzen und unbewohnbar machen."

 

Hier kann das Buch "Katastrophenalarm!" von Stefan Engel gekauft werden