Montagsdemonstrationen

Montagsdemonstrationen

Damit darf Erdoğan nicht durchkommen!

Das faschistische türkische Erdoğan-Regime betreibt akute Kriegsvorbereitungen gegen die Demokratische Förderation Nordostsyrien (Rojava).

Korrespondentinnen und Korrespondenten
Damit darf Erdoğan nicht durchkommen!
Kurt Kleffel (MLPD) bei den Protesten in Hannover (rf-foto)

"Hände weg von Rojava!" - "Es lebe der Kampf um Freiheit, Demokratie und Sozialismus!" - "Hoch die internationale Solidarität!" - so die Losungen, unter denen die MLPD dazu aufruft, am Tag X des türkischen Angriffs gemeinsam mit den kurdischen und allen fortschrittlichen türkischen und anderen Kräften in den Innenstädten auf die Straße zu gehen (siehe Rote Fahne News-Artikel vom gestrigen 7. Oktober). Diesen Gedanken trugen die Genossinnen und Genossen der MLPD auch auf die gestrigen Montagsdemonstrationen.

Viele kurdische Frauen, Männer und Kinder kamen zur Montagsdemo

„Bijȋ rojava – Es lebe Rojava“ und „Hoch die internationale Solidarität“ riefen immer wieder die bis zu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gestrigen Dortmunder Montagsdemonstration. Angesichts der drohenden Gefahr eines Einmarsches waren zahlreiche kurdische Frauen, Männer und Kinder gekommen. Sie alle einte der entschiedene Protest gegen die geplante Invasion türkischer Truppen in Nordsyrien. In mehreren Redebeiträgen wurde die demagogische Begründung zur Schaffung einer „Sicherheitszone“ auseinandergenommen.

 

„Wenn jemand die Sicherheit in Syrien bedroht, dann sind es die türkischen Truppen, die völkerrechtswidrig schon in Efrîn einmarschiert sind, dann sind es die Regierungen in Russland, Saudi-Arabien, dem Iran, den USA, China, der EU und auch Deutschland, die in Syrien mit militärischen und diplomatischen Mitteln einen Kampf um Einfluss- und Machtsphären führen,“ heißt es in einem einstimmig verabschiedeten Aufruf für eine Demonstration am Tag X ... Deutlich wurde auch, dass die Bundesregierung Kriegspartei ist; dass der Überfall mit deutschen Waffen vorbereitet wird. „Die demokratischen Kräfte Syriens, die kurdischen Befreiungskräfte YPG und YPJ haben die Hauptlast des erfolgreichen Bodenkampfes gegen die IS-Faschisten getragen. Nach dem Motto: 'Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen' sollen sie jetzt im Stich gelassen werden. Das dürfen wir nicht zulassen,“ empört sich einer der Moderatoren.

Montagsdemo in Zollernalb wendet sich an die Presse

"Bei der heutigen Kundgebung der Montagsaktion Zollernalb in Balingen war ein Thema die drohende militärische Aggression der Türkei in Nordsyrien", heißt es in ihrer Presseerklärung. "In die Region kamen viele Flüchtlinge zurück, um das Land wieder aufzubauen."

Montagsdemo Essen: Abbruch der Beziehungen der Bundesregierung zum Erdoğan-Regime

In einer von rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verabschiedeten Erklärung heißt es: Wir "protestieren gegen den unmittelbar bevorstehenden Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien. Dieser Überfall zielt auf die Zerschlagung der demokratischen Selbstverwaltung, die nach dem Sieg über den IS aufgebaut wurde. Wir protestieren gegen die Duldung und Unterstützung der deutschen Bundesregierung und aller imperialistischen Regierungen. Wir fordern den sofortigen Abbruch aller Beziehungen zum faschistischen türkischen Regime ... Wir stehen gemeinsam für Frieden und für das Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverteidigung. Am Tag X eines tatsächlichen Einmarsches treffen wir uns um 18 Uhr am Essener Hauptbahnhof."

Montagsdemo Hannover beteiligt sich an Kundgebung der kurdischen Bewegung

Am Montagabend versammelten sich rund 100 Menschen zu einer von der kurdischen Bewegung kurzfristig organisierten Protestkundgebung vor dem Hauptbahnhof Hannover. Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Montagsdemo hatten von dem akut bevorstehenden Überfall des faschistischen Erdoğan-Regimes auf die autonome Region Rojava im Norden Syriens gehört und beschlossen, sich an der Kundgebung zu beteiligen. Die Kundgebung richtete sich mit vielen Redebeiträgen auf deutsch und kurdisch und einem deutschsprachigen Flugblatt an die Bevölkerung und forderte zur Solidarität auf.
... "Ein solcher Angriff wird nicht nur bedeuten, dass … Tausende von Zivilistinnen und Zivilisten getötet und Hunderttausende vertrieben werden, darunter Menschen, die bereits Flüchtlinge oder Binnenvertriebene waren. Er wird auch alle alternativen demokratischen Strukturen gefährden, die für Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Frauenbefreiung in dieser Region aufgebaut wurden“, so eine Vertreterin der Kurdischen Frauenbewegung in Europa, TJK-E ...

Weltweite Proteste bringen Trump unter Druck

In vielen europäischen Länder, in Syrien und dem mittleren Osten gab es gestern Massendemonstrationen. Auch in den USA sind viele Menschen empört über Trumps Verhalten gegenüber den Demokratischen Kräften Syriens (SDF). So sah sich Trump bereits zu einer neuen Twitter-Kehrtwendung genötigt und wiederholte seine Drohung gegenüber der Türkei, ihre Wirtschaft zu zerstören, "sollte sie sich in Syrien unangemessen verhalten". Was immer er damit meint.