AUF Gelsenkirchen

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„Solidarität ist unteilbar“

„Schweigemarsch zur Synagoge.“ Unter diesem Motto ruft Jan Specht, Stadtverordneter von AUF Gelsenkirchen, die Demonstrantinnen und Demonstranten dazu auf, am heutigen Abend nach dem Protest gegen Erdogan noch einen Schweigemarsch zur Synagoge der jüdischen Gemeinde durchzuführen.

Pressemitteilung von Jan Specht
„Solidarität ist unteilbar“
Jan Specht (rf-foto)

Der versuchte Massenmord in Halle an der Saale an Teilnehmern der Feiern ausgerechnet zum „Versöhnungstag“ Jom Kippur durch einen faschistischen Attentäter wurde durch den beherzten Selbstschutz verhindert. (siehe Rote Fahne News!) Dennoch starben zwei Menschen! Der Attentäter hatte geäußert, auf Juden, Linke und Ausländer losgehen zu wollen.

 

Jan Specht: „Es ist mir ein Anliegen, dass in Gelsenkirchen bei allen politischen Differenzen in dieser Frage zusammengearbeitet wird - gegen Faschismus und Rechtsextremismus. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt den Familien der zwei Toten und Verletzten und den Mitgliedern der jüdischen Gemeinden. Ich sehe auch in Gelsenkirchen mit Sorge eine Zunahme von faschistischen und antisemitischen Attacken und Provokationen.“

 

Seine Vorgängerin im Rat der Stadt Gelsenkirchen, Monika Gärtner-Engel, ergänzt: „Die entschiedene Positionierung des Stadtrates gegen jedwede Form von Antisemitismus in Deutschland muss uns Verpflichtung sein, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Diese Solidarität muss uneingeschränkt gelten trotz der prinzipiellen Kritik an dem aggressiven Verhalten der Regierung Netanjahu gegenüber den Palästinensern. Deshalb habe ich diese Demonstration angemeldet, auch deshalb, weil Jan Specht zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch in seiner (ersten) Sitzung des Hauptausschusses sitzen wird.“

 

Der Gedenkmarsch wird ungefähr um 19.15 Uhr am Preuteplatz beginnen und sich zur Synagoge begeben.