Jena

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Kulturvolle würdige Solidaritätsdemonstration

Als der türkische faschistische Präsident Erdogan am Mittwoch den Angriff auf Rojava ankündigte, organisierten wir von der MLPD Jena sofort eine Protest- und Solidaritätskundgebung.

Korrespondenz
Kulturvolle würdige Solidaritätsdemonstration
(rf-foto)

Entsprechend einer vor längerer Zeit getroffenen Vereinbarung trafen wir auf dem Holzmarkt auf vier Vertreter der Linkspartei. Auch etwa acht kurdische Freunde kamen. Zur gleichen Zeit hatte die Ortsgruppe der „Falken“ eine Spontankundgebung wegen des faschistischen Anschlags in Halle angemeldet. Wir wollten mit ihnen gemeinsam die Kundgebungen in Solidarität durchführen, auch hintereinander abhalten, wenn nötig. Das wurde von den Organisatoren und den üblichen liquidatorischen Kräften abgelehnt: Wir hatten selbstverständlich unsere MLPD-Fahne und unsere Schilder "Freiheit für Palästina" und "Freiheit für Kurdistan" dabei. Sie versuchten sogar, die kurdischen Teilnehmer von unserer Kundgebung abzuhalten. Was für ein erbärmliches Verhalten!

 

Wir hielten unsere Kundgebung ab, auch ein Kurde sprach. Anschließend  ging wir gemeinsam noch einen Tee trinken und werteten gemeinsam aus, was es mit den liquidatorischen Angriffen auf die MLPD auf sich hat. Unsere kurdischen Freunde hatten keinerlei Verständnis dafür, dass wir unsere Fahnen nicht zeigen sollten. Sie zogen die Parallele zum Fahnenverbot ihrer YPG- Fahnen in Deutschland.

 

Am Donnerstag  wuchs unsere Kundgebung auf 70 Menschen an. Kinder, ihre Großeltern, Frauen und Männer, Kurden, Deutsche, Araber, alle waren gleichberechtigt dabei. Wir führten eine Gedenkminute durch. Es wurden Reden gehalten, auf Deutsch, Arabisch und Kurdisch. Unser Standard vom offenen Mikrofon fand auch unter den anderen Protesteilnehmern großen Anklang. Wir sprachen über die Bedeutung Rojavas, über die Verstrickung der Bundesregierung in diesen Krieg und über den heldenhaften Widerstand der YPG/YPJ. Es wurden Parolen gerufen und gemeinsam Kampflieder der kurdischen Bewegung angehört. Die Fahnen von MLPD und Internationalistischem Bündnis waren selbstverständlich dabei, gleichberechtigt neben der kurdischen Nationalflagge. Die Antideutschen, die sich am Vortag noch als große Rojava-Freunde aufgespielt haben, waren nirgends zu sehen.

 

Nach dem Protest tauschten wir Kontakte aus und verabredeten uns für Samstag zu weiteren Protestaktionen und  dass wir solange zusammen weiter kämpfen werden, bis die Türkei ihre Truppen abzieht. Ein würdevoller, kulturvoller und nachdenklicher Abend ging zu Ende. Biji rojava, biji Kobane!