Wuppertal

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Die Solidarität geht weiter

Die Solidarität geht weiter, trotz empörender Auflagen. Am vergangenen Montag, 14. Oktober versammelten sich wieder an die 1000 Menschen in Wuppertal.

Korrespondenz

Aufgerufen hatten die Montagsdemo Wuppertal gemeinsam mit der kurdischen Gemeinde und der MLPD. Zu Beginn wurde der Opfer des Angriffs des faschistischen Erdoğan-Regimes mit dem Lied „Unsterbliche Opfer“ gedacht. In kurzen Ansprachen wurde nicht nur gegen die Invasion in Rojava protestiert und die Bundesregierung für ihre heuchlerische Haltung kritisiert. Ein Sprecher der MLPD stellte den Zusammenhang her: zur steigenden Kriegsgefahr durch das immer direktere Aufeinandertreffen der verschiedenen imperialistischen Kräfte. So fand auch der Ruf „Alle Imperialisten raus aus Rojava!“ breite Zustimmung.

 

Eine eindrucksvolle disziplinierte Demonstration durch die Innenstadt Elberfelds schloss sich an, mit einem Lied und dem Aufruf zur nächsten Demonstration am Donnerstag endete die Aktion. Empörend waren die Weisungen der Polizei: Die Fahnen der kurdischen Organisationen durften nicht gezeigt werden, bei Androhung der sofortigen Beendigung der Kundgebung! Begründungen waren: Es gebe ja das Urteil des Oberlandesgerichts, das sei höherrangig als dasjenige eines Amtsgerichts (in Gelsenkirchen wurde ja das Zeigen der Fahnen von YPG ausdrücklich als erlaubt erklärt). In dem Beschluss steht, wider besseren Wissens, dass die YPG eine Unterorganisation der PKK sei! Und es sei ja heute „eine andere Lage“ als zur Zeiten des Urteils von 2018. Ja, das ist die Kriegslage! Ja, das ist die Entwicklung der internationalen Solidarität gegen das türkische faschistische Regime und auch die Bundesregierung! Es zeigt, dass die Kritik Merkels an Erdoğan lediglich Lippenbekenntnisse sind. Das muss ein Nachspiel haben, war die einhellige Meinung der Demonstrantinnen und Demonstranten.