Wiesbaden

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Hände weg von Rojava! Kämpferische Kundgebung auf dem Mauritiusplatz

Am 14. Oktober fand in der Fußgängerzone in Wiesbaden eine stimmungsgeladene, kämpferische und von Entschlossenheit und Sprechchören geprägte Kundgebung statt.

Korrespondenz

Zu Beginn gedachten ca. 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der ermordeten Kämpferinnen, Kämpfer und Zivilisten in Rojava. Auch der Mordopfer des faschistischen Anschlages in Halle wurde gedacht. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

 

„Faschist Erdoğan! Faschist Erdoğan! Faschist Erdoğan!" schallte es nach der Gedenkminute in den Wiesbadener Abendhimmel. Viele Organisationen mobilisierten zur Kundgebung, nach dem Start am Tag X. Am offenen Mikrofon ergriff eine Vielzahl von Rednern das Wort: Kinder, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Jugend- und Frauenbewegung, aus der Flüchtlingsbewegung, Vertreter der Linkspartei, Internationalisten und Marxisten-Leninisten. Kurdische Redner wiesen darauf hin, dass die Kurden große Opfer für die Werktätigen der Welt gebracht haben, um den Terror des IS (sog. Islamischer Staat) zu besiegen und dass sie nun weltweite Solidarität benötigen.

 

Große Stille und Betroffenheit kehrte ein, als die Rednerin des kurdischen Frauenverbandes sagte: „Stellt euch vor, es sind eure Kinder, es sind eure Angehörigen, die von Bomben der türkischen Armee zerfetzt mit abgerissenen Gliedmaßen auf dem Boden liegen! Wir werden nicht aufhören zu kämpfen, wir fordern Deutschland und die Welt auf, den Krieg zu stoppen!“

 

Weitere Redner betonten, dass alle Imperialisten in Syrien Einfluss gewinnen wollen, Erdoğan könnte diesen Krieg nicht führen ohne die jahrelange Unterstützung durch die Bundesregierung, die NATO usw. Nur wenn sich die Völker in Rojava auf ihre eigene Kraft und die internationale Solidarität verlassen, kann der faschistische Terror besiegt werden.

 

„Erst wenn der Imperialismus abgeschafft ist und die Völker der Welt in vereinten sozialistischen Staaten zusammenleben, wird es keine Kriege mehr geben!“