Nordostsyrien / Rojava

Nordostsyrien / Rojava

SDF-Kommandant: „Nicht provozieren lassen“

SDF-Generalkommandant Mazlum Abdi Kobanê hat sich gegenüber „ANF“ zur aktuellen Lage in Nordsyrien geäußert. Unter anderem ging er auf die trilaterale Vereinbarung mit Syrien und Russland ein:

Von ANF
SDF-Kommandant: „Nicht provozieren lassen“
Mazlum Abdi Kobanê im Gespräch mit "Ronahi TV" (foto: ANF)

Die Beziehung mit Syrien und Russland war elementar. Sie war notwendig, um Angriffe des türkischen Staates abzuwenden. Es handelt sich jedoch nicht um ein Bündnis. ... Den Rahmen dieser Übereinkunft bildet das Ziel, den türkischen Staat daran zu hindern, syrisches Territorium zu besetzen. An den Gesprächen haben russische Militärverantwortliche, syrische Regierungsvertreter und wir teilgenommen.

 

Die Abmachung zwischen uns hat keinen politischen Hintergrund. Sie ist rein militärischer Natur. Das Gebiet, das besetzt werden soll, beginnt an der Grenzlinie und reicht 30 Kilometer tief in syrisches Gebiet. Die USA vertreten den Standpunkt, dort nicht zu intervenieren. Deshalb haben wir uns mit Syrien auf eine gemeinsame Verteidigung der Grenzen verständigt. Auf diese Weise wird der türkische Staat das von ihm besetzte Gebiet nicht erweitern können.

Syrischer Armee Teilregion zugewiesen

Ein weiteres Thema ist der Rahmen einer Abmachung auf politischer Ebene. Im Moment führen wir hierzu noch keine Gespräche, es wird allerdings darauf hinauslaufen. Schließlich ist Rojava ein Teil von Syrien. Derzeit befassen wir uns ausschließlich mit dem Angriffskrieg der Türkei. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir der syrischen Armee die Grenzregion von Minbic zugewiesen.

 

In Tirbespî, Serêkaniyê, Til Temir und an der M4 wurden syrischen Soldaten ebenfalls Posten zugeteilt. Es handelt sich um strategisch wichtige Punkte. In dem Abkommen mit Syrien ist Russland die Schutzmacht, die die Vereinbarung garantiert ...

Außergewöhnliche Situation

Einige Kreise meinen, der syrische Staat habe die Region ohne jegliche Grundlage betreten. Diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit. Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die erfordert, dass unsere Kräfte gemeinsam mit der syrischen Armee kämpfen. Unsere Bevölkerung sollte die Lage aufmerksam verfolgen und sich nicht provozieren lassen.

 

Diese provokativen Kreise mögen sagen, dass wir unsere Errungenschaften verloren haben. Das ist nicht wahr. Informationen, die nicht von uns stammen, haben keinen Wahrheitsgehalt. Wesentlich sind die Erklärungen der Autonomen Selbstverwaltung ...

 

Hier das ganze Gespräche mit Mazlum Abdi Kobanê