Rojava / Nordostsyrien

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Salih Muslim berichtet vom Abkommen mit syrischem Staat

Das Abkommen mit dem syrischen Regime ist ein erster militärischer Schritt, die genauen Inhalte werden noch festgelegt, erklärt der kurdische Politiker Salih Muslim (PYD) zu den jüngsten Entwicklungen in Nordsyrien gegenüber der Nachrichtenagentur "ANF".

Salih Muslim berichtet vom Abkommen mit syrischem Staat
Salih Muslim (foto: ANF)

Weiter erklärte Muslim: „Bei dem zwischen dem Regime und der Autonomieverwaltung geschlossenen Abkommen handelt es sich um ein militärisches Abkommen und einen ersten Schritt, dem Gespräche folgen werden, um es gänzlich mit Inhalten zu füllen.

 

Das Abkommen besagt in groben Zügen folgendes: Die Grenzsicherheit bzw. die Souveränität des Staates Syrien ist verletzt worden. Um die Souveränität zu bewahren, müssen die Grenzen gemeinsam geschützt werden. Dafür werden syrische Soldaten an der Grenzlinie zwischen Dêrik und dem Euphrat stationiert und syrische Fahnen gehisst. Die syrischen Soldaten werden sich nicht innerhalb der Städte aufhalten, sondern an bestimmten Stellen außerhalb der Städte.

 

Es wird keine Einmischung in die Arbeit der Autonomieverwaltung geben. Die Räte werden wie bisher ihre Arbeit fortsetzen.“

Auch die Befreiung Efrîns steht auf der Agenda

Laut Muslim sind bereits früher diverse Gespräche mit Russland und der syrischen Regierung geführt worden, um ein Abkommen zu erzielen. Bei dem jetzt erreichten Abkommen steht auch die Befreiung Efrîns auf der Agenda, so der PYD-Sprecher: „Vor dem Rückzug der US-Amerikaner haben die Russen und das Regime ein Abkommen abgelehnt. Jetzt haben sie es akzeptiert. Die Gespräche werden fortgesetzt. Einer der wichtigen Punkte dieses Abkommens betrifft Efrîn. Nachdem die Sicherheit in der Region gewährleistet ist, soll eine Zusammenarbeit für die Befreiung Efrîns stattfinden.“ ...

Zusage einer Flugverbotszone

„Der Krieg wird weiter gehen. Die Türkei greift mit aller Kraft an. An diesem Punkt werden die syrischen Soldaten nicht gegen die Türkei kämpfen, wir werden kämpfen. Die Präsenz der Regimetruppen an der Grenze wird die Souveränität des syrischen Staates repräsentieren.

 

Es ist noch ein weiteres Versprechen gegeben worden. Russland und das Regime haben zugesagt, den Luftraum über Nord- und Ostsyrien für türkische Flugzeuge zu schließen und sich gegen Luftangriffe zu stellen. Das wäre eine Unterstützung des Widerstands, der von der Bevölkerung und den QSD [Demokratische Kräfte Syriens] geleistet wird.“

 

Hier gibt das komplette Statement von Salih Muslim