Thüringer Landtag

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Kotau vor "Verfassungsschutz"-Präsident

Erst vor wenigen Tagen stellten sich Vertreter aller Thüringer Regierungsparteien bei einer Landtagssitzung schützend vor den Präsidenten des Landesamts für "Verfassungsschutz", Stephan Kramer.

Von RF-Redaktion

Die ultrareaktionäre, faschistoide AfD hatte zuvor seinen Rücktritt gefordert, weil er sein Amt "missbrauche" und die AfD "beobachte". Diese Heuchler! Als ob sich Kramer bei der Bekämpfung der Ultrarechten und Faschisten besonders hevortun würde. Er bekämpft vor allem fortschrittliche und revolutionäre Menschen sowie Organisationen.

 

Während Dorothea Marx von der SPD betonte, man stehe zum "Verfassungsschutz" und habe "Hochachtung“ vor Kramer, zeigte sich Steffen Dittes von der Linkspartei überzeugt, dass sich Kramer um die "Demokratie" sorge.

Hauptfeind Kramers keineswegs die AfD

Kein Wort der Kritik kommt von diesen "Demokratie"-Freunden dazu, dass Kramer als ausgemachter und "antideutscher" Antikommunist seinen Hauptfeind keineswegs in der AfD, sondern in der MLPD sieht. Kramer war auch an den Attacken gegen das Rebellische Musikfestival 2018 in Thüringen maßgeblich beteiligt.

 

Über die enge Verstrickung zwischen Teilen der Geheimdienste und faschistischer Szene in seinem Bundesland hält dagegen auch Kramer sorgsam den Deckel. Dafür wäre sein Rücktritt längst überfällig.