Rojava-Solidarität

Rojava-Solidarität

Kritik an den Medienberichten zu „Ausschreitungen in Herne“

Viele Medien suggerieren heute, dass es in Herne am Montag, 22. Oktober, zu „Ausschreitungen“ im Zusammenhang mit Kurden-Protesten gekommen sei. Tatsächlich wurde an diesem Tag in Herne KEINE Protestaktion organisiert.

Korrespondenz aus Herne

Die Zusammenstöße fanden im Wesentlichen nach 22 Uhr statt. Auf Lokalkompass heißt es: „So berichtete ein Mann, der sich selbst als Kurde vorstellte, dass von kurdischer Seite in Herne an diesem Montag absichtlich keine Demonstration angekündigt worden sei, um eine erneute Eskalation zu vermeiden. Schon am Nachmittag aber hätten sich türkische Nationalisten und auch Anhänger der rechtsextremen "Grauen Wölfe" auf der Viktor-Reuter-Straße beim türkischen Café versammelt. Schon da habe er die Polizei informiert und vor einer Eskalation gewarnt."1

 

Die dort zitierte Rechtfertigung der türkischen Faschisten ist mehr als dürftig: „Ein türkischstämmiger Mann hingegen sah die Schuld bei den kurdischen 'Terroristen' und 'PKK-Anhängern', die er im Café auf der nahegelegenen Vincke-Straße verortete. Aus reiner Vorsicht hätten sich 'wir Türken' zahlreich vor und im eigenen Café versammelt.“ Na klar, aus reiner Vorsorge provozierten die Grauen Wölfe!

 

In Herne sind sich die Organisatoren der früheren Proteste wie Peter Weispfenning von der MLPD mit den kurdischen Organisationen völlig einig, dass man nicht provozieren und sich nicht provozieren lassen darf und dass das bei künftigen Protesten auch funktionieren muss. Auch aus Rojava selbst gibt es Mahnungen in dieser Hinsicht.