Bad Salzungen

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Peinliche Lehrstunde für zwei antikommunistische SPD-ler

Bad Salzungen, Samstag der 19. Oktober 2019, wir ziehen mit dem Straßenumzug und unserem Direktkandidaten Stefan Engel durch die Bausiedlung an der Dr.-Salvador-Allende-Straße.

Korrespondenz aus Bad Salzungen
Peinliche Lehrstunde für zwei antikommunistische SPD-ler
Auf Wahlkampfeinsatz in Thüringen (rf-foto)

Wir singen gerade das Lied „Moorsoldaten“, da kommt eine Frau und sagt: „Sie singen aber schön“. Während der Ansprache von Stefan Engel klappt jedoch ihre Kinnladen runter. „Beide Stimmen der Landtagswahl nächste Woche für die Internationalistischen Liste / MLPD, Liste 16!“ Nein, das geht wirklich nicht! Jetzt gibt sich die Frau zu erkennen: Sie gehört zur hiesigen SPD-Gruppe: „Das dürfen Sie aber nicht, das ist verboten, was Sie hier machen.“ Ach, doch nicht mehr so schön unser Gesang?

 

Stefan Engel informiert die wachsende Anzahl Menschen an den Fenstern, um was es geht: „Unsere Kollegin von der SPD ist leider falsch informiert, Straßenumzüge dürfen während des Wahlkampfs ohne Genehmigung überall durchgeführt werden. Wenn Sie das nicht glauben, dann holen sie doch die Polizei!“ „Nein, so primitiv bin ich nicht!“ erwidert sie. Ein zweiter Sozialdemokrat tritt dazu. Stefan Engel redet weiter: „Die sogenannte rot-rot-grüne Regierung ist gescheitert, weil sie sich vollständig dem bürgerlichen Politikstil angepasst hat und genauso, wie alle anderen Landesregierungen, die Rechtsentwicklung der Berliner Regierung weitgehend mitträgt!“

 

Jetzt reicht's unseren beiden Sozialdemokraten endgültig. Fünf Minuten später steht die Polizei vor uns. Der Beamte gibt Stefan Engel freundlich die Hand: „Sie sind hier verantwortlich?“ Stefan Engel bejaht seine Frage und gibt ihm einen Kandidatenbrief, den er gerne annimmt: „Keine Angst, Sie sind völlig im Recht! Machen Sie ruhig weiter!“ Der andere Polizist ergänzt eifrig: „Moorsoldaten habe ich früher auch gesungen!“ Peinlich für die beiden SPD-ler.

 

Stefan Engel informiert die Neugierigen an den Fenstern: „Die SPD täte gut daran, sich mit den üblichen Gepflogenheiten des Wahlkampfs zu befassen, sonst wählt sie bald überhaupt keiner mehr.“ Das hat gesessen! Besser noch, die SPD löst sich endlich vom Antikommunismus, dann könnte man sie vielleicht mal wieder ernst nehmen. Dabei können sie noch was bei den beiden jungen Polizisten was lernen.

 

Audiodatei vom Umzug mit Stefan Engel