Leserbriefe

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Ur- oder Neuthüringer – das ist nicht die Frage

Zahlreiche Leserbriefe erreichten die Mediengruppe Thüringen zum Artikel mit enthüllender Ahnenforschung bei den Kandidatinnen und Kandidaten.

Anatole Braungart und Janine Walter

Die Mediengruppe Thüringen möchte die kritischen Leserbriefe nur intern verarbeiten, wie man dem Pressesprecher der MLPD mitteilte. Deshalb veröffentlicht die Rote Fahne stellvertretend zwei davon, die uns zur Kenntnis zuging:

 
Als Kandidat der Internationalistischen Liste/MLPD im Wahlkreis 38 - Jena II habe ich mich über ihren Artikel doch sehr gewundert. Wer bitte hat mich "importiert"? Habe ich da was nicht mitgekriegt? Meine Frau und ich sind vor rund eineinhalb Jahren von NRW nach Jena gezogen, arbeiten und leben hier - und das sehr gerne! Darf man sich nur dann in die Thüringer Politik einmischen, wenn die Oma und der Schäferhund bereits hier geboren sind?

 

Nach der Wende machten reihenweise Politiker und Manager aus dem Westen in der Treuhand und den bürgerlichen Parteien Karriere. War der Verfassungsschutz da auch "besorgt"? Was die Bürger tatsächlich gestört hat, war nicht der Geburtsort sondern die schlechte Politik dieser Leute. Bei uns ist das anders herum: Ob nun Ur-Thüringer oder Neu-Thüringer sind wir alle fest in der revolutionären Arbeiterbewegung bzw. der Jugend-, Frauen- oder/und Umweltbewegung verwurzelt.

 

Ganz "undogmatisch" noch eine Frage an den Politikwissenschaftler Niendorf: Wieviel Jahre muss man eigentlich studieren, um die wissenschaftliche Glanzleistung zu vollbringen, die Dogmen des Thüringer Verfassungsschutzes über die MLPD 1:1 abzuschreiben? Bei so viel Unkenntnis kann ich den geneigten Leser und Wähler nur einladen, sich das Original anzuschauen, sich aus erster Hand zu informieren und sein eigenes Bild zu machen.

 

Anatole Braungart

 

Wir reden nicht nur von der Arbeitereinheit in Ost und West – wir praktizieren sie auch !

Janine Walter

Und Janine Walter schreibt:

 

Ich bin kein Westimport, ich bin in Schalkau / Thüringen geboren, noch in der Ernst-Thälmann-Straße. Heute lebe und arbeite ich immer noch in unserem schönen Thüringen, im Haus der Solidarität in Truckenthal. Dieses Anlage wurde seit 2002 durch tausende ehrenamtliche Helfer aus Ost und West und uneigennützige Investoren zu einer modernen Jugend- und Freizeitanlage wieder aufgebaut. Ein Anziehungspunkt für die ganze Bevölkerung!

 
Diese Aufbauleistung von Menschen aus Ost und West hat mich überzeugt, für die Internationalistischen Liste / MLPD zu kandidieren. Für mich ist es eine Bereicherung, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Menschen aus Ost und West auf einer gemeinsamen Liste stehen. Wir haben hier die Chance, unsere Erfahrungen auszutauschen und von einander zu lernen. Wo gibt es sonst so was!

 

Hier geht es zur Pressemitteilung der Internationalistischen Liste / MLPD zum gleichen Vorgang