Rojava-Solidarität

Rojava-Solidarität

Flughafenschalter von Turkish Airlines besetzt

Am 24. Oktober fand auf dem Bremer Flughafen eine Aktion aus Protest gegen den Krieg des faschistischen türkischen Erdoğan-Regimes gegen die Demokratische Föderation Nordostsyrien (Rojava) statt.

Korrespondenz aus Bremen

Ca. 50 Demonstrantinnen und Demonstranten besetzten zeitweilig den Zugang zum Schalter von Turkish Airlines. Mit Sprechparolen gegen Erdoğan und die deutsche Beteiligung an dieser völkerrechtswidrigen Invasion durch Waffen, Geld und diplomatische Beziehungen, sowie in einer Ansprache an die Fluggäste wurde die Solidarität mit dem Widerstand der vorwiegend kurdischen Bevölkerung und ihrer Streitkräfte Demokratische Kräfte Syriens (SDF) sowie Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG und YPJ) gegen den brutalen Invasionskrieg und den Versuch der Zerstörung Rojavas zum Ausdruck gebracht. Radio Bremen dokumentierte einen Teil davon – zwischen Minute 4 und 5,34 - "buten un binnen" vom 24. Oktober.

 

Die Demonstration fand vor dem Schalter von Turkish Airlines statt, weil sich diese zu 50 Prozent in Staatsbesitz befindet und aufs engste mit dem Erdoğan-Regime verbunden ist. Die gesamte Führungsebene wurde mit AKP-Funktionären besetzt. Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten die Fluggäste auf, in der jetzigen Lage nicht in die Türkei zu fliegen – ein wirksamer Tourismusboykott würde das Regime empfindlich treffen, da sich die Türkei ohnehin schon in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet.

 

Seitens des Einsatzleiters der Polizei wurde erklärt: „Ich möchte Ihnen ihre Kundgebung ermöglichen“ - man solle aber bitte schön vom Schalter von Turkish Airlines weggehen und einen Versammlungsleiter benennen. Nach einer Stunde und der zweiten offiziellen polizeilichen Aufforderung, zogen die Demonstrantinnen und Demonstranten geschlossen und „Hoch die Internationale Solidarität“ rufend ab.

 

Die inzwischen massiv aufmarschierte Polizei zeigte dann ihr wahres Gesicht bzw. ihren Auftrag: Anstatt zufrieden zu sein, dass die friedliche Demonstration geordnet beendet und das Gebäude verlassen wird, versuchte sie den Ausgang abzusperren und verfolgte die in Gruppen abziehenden Demonstrantinnen und Demonstranten. Viele wurden über eine Stunde festgehalten, fotografiert und ihnen wurde mitgeteilt, dass gegen sie nun wegen Nötigung und anderer Delikte ermittelt werde. Weitere Solidarität wird gefragt sein!